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Test: EA Sports UFC für PS4: Neuer Schwung im Octagon


supersushi
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SN-EAsportsUFC.jpg.ef83596cf3401b2cc1f317ec91f4a6e8.jpgDie Ultimate Fighting Championship, kurz „UFC“, ist ein Veranstalter einer der beliebtesten Kampfsportarten der Welt, der Mixed Martial Arts. Es treten immer zwei Kämpfer im Octagon, einem acht-eckigen Ring, gegeneinander an. Gewonnen hat der, der seinen Gegner K.O. schlägt, ihn zur Aufgabe zwingt oder nach Ablauf der Zeit vom Ringrichter zum Sieger erklärt wird. Die bisherigen Ableger auf der Konsole wurden von THQ produziert, nun ist die Marke „UFC“ bei EA Sports gelandet. Durch die lange und erfolgreiche Historie von EA bezüglich Sportspiele hatte man an den ersten UFC-Teil auf der PlayStation 4 natürlich gewisse Erwartungen. Ob EA es hinbekommen hat und der Titel überzeugen kann erfahrt ihr in unserem Test.

Auf in den Kampf!

Bei einem Sport, bei dem es um das simple 1 gegen 1 geht, liegt das Hauptaugenmerk natürlich auch darauf. In den Vorgängern klappte das an sich ganz gut, die Kämpfe ließen sich flüssig gestalten. In „EA Sports UFC“ (ja, EA ließ es sich nicht nehmen den eigenen Namen in den offiziellen Titel zu schreiben) gelingt dies auch sehr gut. Die Steuerung der Fighter funktioniert wie bei den meisten Kampfspielen: jedes der vier Körperteile, die zum Kampf eingesetzt werden dürfen, werden über jeweils einen Knopf gesteuert. Die Schultertasten dienen als Orientierung, ob der Angriff gegen den Kopf, den Körper oder die Beine des Gegners gehen sollen. Das Blocken funktioniert ähnlich. Nach ein paar Übungskämpfen hat man das auch ganz gut drauf. Wie eingangs erwähnt gibt es in der UFC mehrere Möglichkeiten, wie man den Kampf gewinnen kann. Das allseits bekannte K.O. erreicht man am besten, indem man den Kopf des Gegners bearbeitet. Die Körperanzeige am oberen Bildschirmrand gibt dabei gute Anzeichen, wann es soweit ist. Denkt man zumindest. Was bei „EA Sports UFC“ nämlich extrem nervt sind die „Lucky Punches“. Das sind Glückstreffer, die auch sofort ein K.O. auslösen können. Es kommt leider oft vor, dass man einen Kampf dominiert, der Gegner am Rande des Knock-Outs ist und er dann einen einzigen Schlag landet, der den Kampf gewinnt. Das ist zwar realistisch, aber nicht in der Menge. Da wäre ein Patch wirklich wünschenswert, der das behebt und es ein wenig ausbalancierter macht. Ganz wichtig für einen UFC-Kämpfer ist der Bodenkampf, speziell die „Submissions“. Das sind Griffe, mit denen man seinen Gegner zur Aufgabe zwingen kann. Die Art, wie man eine Submission anwendet, wechselt von Jahr zu Jahr bei den Ablegern der Reihe. Dieses Mal probiert EA was aus, was leider auch noch nicht ganz rund läuft. Nun muss man zur Abwehr von Aufgabegriffen mithilfe des rechten Sticks eine Anzeige füllen, der Gegner muss dies verhindern und gleichzeitig mit dem linken Stick den Griff Stück für Stück enger machen. Wenn man das aber eine Zeit lang übt und genau weiß wie es funktioniert kann man die Submission praktisch immer verteidigen. Da kann man dann doch lieber auf Lucky Punches spekulieren anstatt eine Submission anzusetzen.

 

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Das Leben im Octagon

Die Kämpfe an sich wirken hin und wieder ein wenig schwerfällig. Es kommt einem oft so vor, dass die Kämpfer erst viel später auf die gedrückte Taste reagieren, als sie es eigentlich sollten. Wenn man zum Beispiel einen Tritt in Richtung des Kopfes des Gegners machen möchte dauert es eine Zeit, bis der Kämpfer diesen wirklich ausführt. Es ist zwar nicht so arg lang wie es jetzt vielleicht klingen mag, aber gerade bei solch einem Kampfspiel entscheiden Bruchteile von Sekunden darüber, ob man einen sinnvollen Treffer landen kann oder nicht. Und das stört schon gewaltig. Wenn man den besagten Tritt dann (gefühlt „endlich“) ausführt und man merkt, dass man jetzt aber doch lieber einen Konter setzen möchte nervt das schon. Zumindest optisch lässt sich nichts negatives über die Akteure im Octagon sagen. Die Grafik ist wirklich gelungen, zwischendurch kommt es einem so vor, dass man sich einen richtigen Kampf im TV anschauen würde und kein Videospiel spielt. Auch zwischen den Runden, wenn die Ärzte die Kämpfer schnell wieder zusammen flicken und Arianny Celeste mit dem Rundenschild vorbei läuft sieht alles wirklich gut aus. Aber gut, diese Ansprüche hat man mittlerweile gegenüber PlayStation 4 Spielen einfach. Die Zuschauer wurden gegenüber dem vorherigen Ableger von THQ zwar verbessert, da ist aber nach wie vor noch Luft nach oben, auch wenn sie jetzt keine wirkliche Rolle bei den Kämpfen spielen.

Neuer Publisher, neue Inhalte

Nicht nur das EA-Logo auf dem Cover ist neu bei UFC, auch inhaltlich hat EA gegenüber THQs Ableger Neuerungen eingeführt. Eine dieser Neurungen betrifft die Kämpferliste des Spiels, diese ist jetzt nämlich auch um weibliche Fighter erweitert worden. Richtig gelesen, endlich kann man sich auch mal mit UFC-Kämpferinnen ins Octagon stürzen. Da muss man EA wirklich mal ein Lob aussprechen. Die Frauen sind nicht nur als hübsches Accessoire ins Spiel integriert, die Kämpfe mit ihnen sind genauso packend wie mit den männlichen Akteuren. Also nichts da mit kleinen, zierlichen Frauchen, die Damen haben es echt in sich. Zugegeben, THQ hatte auch schon Frauen im Spiel, das beschränkte sich allerdings nur auf die Octagon-Girls, die vor jeder Runde mit einem kleinen Schild um den Ring stolzieren. Das war wirklich ein guter Schritt von EA. Ebenfalls neu und nett anzuschauen sind die Ring-Kicks. Wenn man es richtig hinbekommt können die Kämpfer nun noch mehr mit dem Ring interagieren, sich von ihm abstoßen und den Schwung nutzen um dem Gegner kräftig Schädelbrummen zu bescheren. Da gehört aber wirklich eine Menge Übung zu, wirklich einfach sind diese Kicks nicht. Untermalt werden können diese nun von den spannenden Kommentaren deutscher Kommentatoren. Aber nicht verzagen, die kann man ganz leicht in den Einstellungen wieder auf die gewohnten englischen Stimmen stellen. EA und deutschsprachige Kommentatoren, egal bei welchem Spiel, die stören einfach eher als das man sich sie gerne anhört.

 

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Bis an die Spitze

Für gewöhnlich sind Storymodi bei Spielen, die sich auf 1 vs. 1 Kämpfe begrenzen eher zweitrangig, wenn überhaupt. Bei EA Sports UFC lohnt sich aber definitiv ein Blick hinein. Der Karrieremodus bietet dem Spieler die Möglichkeit sich von ganz unten nach ganz oben zu kämpfen. Man erstellt sich zu Beginn seinen eigenen Kämpfer und startet in den Trainingshallen. Je weiter man voran kommt desto mehr steigt man auf und kann letztendlich sogar in der UFC um Titel kämpfen. Der Aufbau der Modus ist am Anfang noch recht motivierend, da der selbst erstellte Kämpfer am Anfang so gut wie nichts kann und Stück für Stück durch gesammelte Erfahrungspunkte aufgewertet werden muss. Da strengt man sich sogar in den Trainingsübungen an, da man dort mehr Erfahrungspunkte bekommt wenn man gut abschneidet. Zwar kann man praktisch jeden Kampf durch eine Submission gewinnen wenn man die gleich von Anfang an aufwertet, aber wenn man einen Kämpfer mit einem guten Gesamtpaket haben will bietet er doch eine Menge Abwechslung. Nach einiger Zeit wird der Modus aber doch eintönig, da es immer das gleiche Prinzip bleibt. Gut gemacht sind auch die Zwischensequenzen. Eigens dafür aufgezeichnete Videos mit Dana White, dem Präsidenten der UFC, sorgen wirklich dafür, dass Stimmung aufkommt. Das einzige, dass daran stört, ist die Aufzeichnungsfunktion der PlayStation 4. Die Kämpfe werden im Hintergrund aufgezeichnet, so dass man sie sich nochmal anschauen oder hochladen kann. Aber jedes Mal, wenn eine Zwischensequenz abgespielt wird, erscheint am Bildschirmrand der Hinweis, dass die Aufnahmefunktion gestoppt wurde. Beim Ende des Videos gibt’s dann den piepsenden Hinweis, dass es weiter geht. Wenn die Sequenzen dann mal nur 10 Sekunden lang sind piepst die PlayStation ständig.

Der Champion der Welt

In den bisherigen UFC-Teilen war der Online-Modus mehr schlecht als recht. Ständige Ruckler, Spielabbrüche, etc. EA Sports scheint sich dieses Problem angeschaut und ausgebessert zu haben. Beim aktuellen Teil der Reihe laufen die Online-Kämpfe wirklich flüssig. Und man ist ziemlich schnell in einem Kampf. Kurz den Modus starten, die Kämpferklasse auswählen, Gegner suchen, das Kampfintro überspringen und los geht es. Selbst vom Ende eines Kampfes bis zum Beginn des nächsten sind es nur ein paar Augenblicke. EA hat einige interessante Punkte im Online-Modus hinzugefügt, beispielsweise die Meisterschaften. Wer schon mal online FIFA gespielt hat wird sich hier schnell zurecht finden. Man startet in der untersten Liga und muss sich nach oben arbeiten. Dabei hat man die Möglichkeit entweder den Ligatitel zu gewinnen, nur den Aufstieg zu schaffen, in der Liga zu verbleiben oder wieder abzusteigen. Insgesamt hat man 10 Kämpfe maximal pro Liga. Auch lohnenswert ist der Rivalitäten-Modus. Hier startet man eine eigene kleine Meisterschaft mit einem PlayStation-Network-Freund und hat einen höheren Anreiz, als bei normalen Freundschafts-Kämpfen. Nach jedem Kampf hat man die Möglichkeit diesen als Highlight-Video hochzuladen und der UFC-Community zur Verfügung zu stellen. Wenn man einen guten Kampf hingelegt hat macht das auch durchaus Spaß, Niederlagen überspringt man dann doch lieber. Die Videos anderer Spieler anzuschauen ist recht spannend, da gibt es die unterschiedlichsten Kämpfe. Mal was zum Lernen, mal was zum Staunen und mal einfach nur Kopfschütteln. Unterm Strich bleibt ein ziemlich gut gelungener Online-Modus.

 

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Trophy-Check

Wie man es von EA-Sport-Spielen gewohnt ist beziehen sich viele Trophäen auf den Online-Modus. Das sind bei EA Sports UFC auch die Trophäen, die die größte Schwierigkeit darstellen. So muss man beispielsweise eine komplette Online-Saison nur durch Submissions gewinnen, eine weitere nur durch K.O.-Siege. Sollte man einen Kampf zwischendurch verlieren oder auf eine andere Art und Weise gewinnen kann man eine neue Saison starten. Offline ist die größte Hürde den Karrieremodus auf der höchsten Schwierigkeitsstufe abzuschließen. Wenn man da seinen Kämpfer aber vernünftig hochskillt ist das zu bewältigen.

"Es ist eben eine nahe liegende Lösung. Und so schlimm ist es auch nicht mich nerven eher die Online Trophäen in dem Spiel besonders die Submission Saison und Knockout Saison" - Swat_Gamer123

 

Fazit

EA Sports UFC stellt einen recht guten Einstand von EA in diesem Genre da. Es hat zwar noch einige Mängel, die beim nächsten Ableger unbedingt bereinigt werden sollten, aber es macht trotzdem Spaß. Man merkt, dass EA versucht hat durch ihren bewährten Aufbau von Menü und Online-Modus nicht zu viel zu experimentieren. Bis man dann wirklich im Octagon steht erinnert alles drum herum zum Beispiel sehr stark an FIFA vom Aufbau her. Die Kämpfe machen Spaß, gerade wenn man gegen Freund spielt. Das klappt mittlerweile auch online ganz gut. EA Sports UFC ist ein Schritt in die richtige Richtung. Am besten schaut sich EA dann aber doch nochmal die Ableger von THQ an und versucht eine gute Mischung aus beidem hinzubekommen.
7/10

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