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Test: Samurai Shodown (PS4)

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Samurai Shodown im Test für die PS4 - Das etwas andere Kampfspiel!

 

Tekken, Mortal Kombat, Street Fighter etc. Alle Spiele, die für das Kampfspiel-Genre bekannt sind. So entdeckt man aber bei diesen auch einige Gemeinsamkeiten, wie das Kombo-System. Doch ein Spiel von den Machern von King of Fighters sticht besonders hervor. Die Samurai-Shodown-Reihe ist vom Kampfsystem erfrischend anders und wie dieser Neuling das zeigt, erfahrt ihr in unserem Test:

 

Kombo-Ketten? Nicht hier!

 

Den ersten Samurai-Shodown-Teil gibt es schon seit über 25 Jahren und war eher ein Geheimtipp unter den Prügelspiel-Veteranen. Eine feste Fangemeinschaft, die diesen eher als Kult ansehen, gibt es aber. Während man sich in Tekken, Mortal Kombat etc. eher auf das Auswendiglernen von Kombos konzentriert, so vertritt Samurai Shodown diese Tradition nicht. All die scharfen Klingen, Äxte, Krallen etc. sind von großer Bedeutung und so sollte man immer darauf Acht geben, diese konsequent zu nutzen und nicht aus den Augen zu verlieren. Wer also versucht in alter Capcom- oder Namco-Prügel-Manier diese auf Samurai Shodown zu übertragen, der wird früher oder später feststellen, dass man mit dieser Taktik nicht weit vorankommt.

 

Zwar erkennt man im üblichen Tutorial in den 2.5-Arenen einige bekannte Prügelelemente wie Spezialangriffe, aber diese sind nicht immer von Bedeutung. Spätestens ab dem Verlieren seiner Waffe und Kämpfen mit Fäusten wird einem klar, wie einzigartig und komplex dieses Kampfsystem dort ausfällt. Jeder der 16 Charaktere weist bestimmte Stärken auf, die von der Entfernung des Gegners, der Reichweite der Waffe und dem Timing abhängen. Die Distanz zum Gegner ist relevant, wenn man den Einsatz des Wurfs in Betracht zieht. In den klassischen Kampfspielen sind Würfe dafür da, um die Abwehr zu durchbrechen und dazu einen recht guten Schaden auszuteilen. In Samurai Shodown ist dieses Manöver sehr schwach, d.h. es zieht dem Gegner kaum Schaden ab und soll nur die notwendige Positionierung für den Spieler zum Vorteil nutzen.

 

Wer immer noch dem Button-Smashing zugeneigt ist, der soll sich auf die KI gefasst machen. Selbst bei einem ruhig agierenden, computergesteuerten Gegner kann man da auf seine Grenzen stoßen. Man hat mehr davon, wenn man seine bevorzugten Charaktere gut einstudiert. Die Distanz und die Attacken-Muster sind durch Erfahrung am besten zu meistern und man sollte in Ruhe seine Manöver ausnutzen. Je intensiver man seinen Kämpfer und Gegner kennt, desto höher sind die Siegeschancen.

 

 

Mit Köpfchen vorangehen!

 

Wie in fast jedem Prügelspiel gibt es den leichten, mittelschweren und schweren Angriff. Dazu gibt es noch einen Kick, um den immerwährenden Nahkampfangriff zu gewährleisten. Hat man mehr ein Gefühl für seine Kämpfer entwickelt, so sollten die erweiterten Defensivmechanismen in Angriff genommen werden. Konter- und Pariermöglichkeiten sind ein paar Beispiele dafür. Wie schon angedeutet, gilt auch das Entwaffnen eines Gegners als Schritt zum siegverhelfenden K.O. Sollte man seine eigene Waffe verlieren, so gilt es, sie schnell wieder einzusammeln. Einmal die Waffe verloren, kann der Kampf sehr schnell beendet werden, es ist also entscheidend, sie erst gar nicht zu verlieren.

 

Man muss immer gut einschätzen, ob die Entfernung sicher ist oder für einen Angriff reicht. Jeder Fehler kann tödlich enden. Manchmal kann man durch die Angriffe benommen sein, sodass man sich schnell wieder aufrappeln muss, um die Kontrolle wieder zu erlangen. Solche Gelegenheiten verlocken den übervorteilten Kämpfer dazu, seinen „Ultimate“ einzusetzen. Dieser fügt sehr viel Schaden zu, kann aber nur einmal pro Match eingesetzt werden.

 

Samurai Shodown ähnelt wenn schon „Street Fighter IV“, zumindest vom Visuellen her, aber das Gameplay könnte auch fast aus der „Way of the Samurai“-Reihe abstammen. Diese setzt die Unreal-Technologie ein. Die Kämpfer sind gut animiert, die Effekte sehr brachial und stark in Szene gesetzt, was man wiederum bei den Blutfontänen herausliest. Sollte die Darstellung eventuell zu brutal sein, so kann man diese auch abschalten. Immerhin ist es möglich, seinen Kontrahenten zu zerstückeln. Insgesamt kann man aber sagen, dass die Steuerung wunderbar funktioniert.

 

Die bekannten Modi mit Neuerungen

 

Natürlich stehen in diesem Prügelspiel die bekannten Modi zur Verfügung. In dem Arcade-Modus, wo auch Story-Elemente vorhanden sind, werden die einzelnen Kämpfer schön bildlich vorgestellt. Diese sind im Vergleich zu anderen Prügelspielen schön gestaltet und finden etwas Anklang in der Erzählweise. Die üblichen Solo-Modi wie Time Attack, Survival etc. sind natürlich auch mit an Bord. Im Online-Modus kann man sich in Ranglisten- oder freien Matches gegen andere Spieler behaupten. Eine Art „Tag Team“-System gibt es auch. Man trifft aber noch eher selten auf andere Teilnehmer.   

 

Der Dojo bietet hingegen zusätzlich noch interessanten Content. Man kann gegen sogenannte „Ghosts“ sein Talent beweisen. Dabei sind diese eingespeicherte, vom Spieler genutzte, Charaktere, die von der KI gesteuert werden. Die „Ghost“ sollen das typische Spielverhalten von den Spielern widerspiegeln und somit nachahmen. Jedoch hatte ich nie richtig das Gefühl gehabt, dass dieser „Ghost“ so von einem menschlichen Spieler genutzt wurde. Die Sprünge kommen überheblich oft vor oder das Ducken zu kurz, um ein paar Beispiele zu nennen.

 

Der Soundtrack ist bei diesem Prügelspiel eher kaum wahrnehmbar. In dem japanisch angehauchten Szenario sind nur ein paar Töne zu vernehmen, was in diesem Fall sehr gut passt. Das lässt die Spannung nur intensiver wirken und lenkt den Spieler gar nicht ab. Schöne Artworks können zudem freigeschaltet und in der Galerie bestaunt werden.

 

Trophäen Showdown

 

Je nachdem, wie gut man eingespielt ist und mit dem Spiel harmoniert, kann die Dauer bis zur Freischaltung der Platin-Trophäe zwischen 10 bis 25 Spielstunden betragen. Da man sowieso die Mechaniken des Spiels erlernen möchte, sollte das Tutorial bewältigt werden. So sollte die erste Trophäe leicht zu haben sein.

 

Etwas zeitaufwendig wird das Beenden aller 16 Charaktere im Arcade-Modus und das Füllen des Gallery-Modus sein. Man kann den Schwierigkeitsgrad selber bestimmen, aber man sollte sich auf den Endboss gefasst machen. Der hat es in sich. Notfalls muss man mithilfe eines Guides zusehen, wie dieser zu erledigen ist.

 

Es muss zudem eine bestimmte Anzahl an Gegnern im Time-Trial-, Survival- und Gauntlet-Modus besiegt werden. Auch eine gewisse Anzahl an Aufgaben müssen beim Dojo erledigt werden. Der Online-Modus ist simpel zu erledigen, da man nur in ein paar bestimmten Modi kämpfen muss und der Sieg nicht mal notwendig ist. Die restlichen Trophäen können mithilfe eines zweiten Controllers schneller erledigt werden. Man sollte nur aufpassen, dass einige Trophäen kein Spaziergang sein könnten.

 

Fazit

 

Samurai Shodown ist ein einzigartiges Prügelspiel. Im Gegensatz zu Tekken und Co. verlangt dieses Spiel Taktik und das Verständnis für die Bedeutung von Waffen. Zudem motiviert es einen dazu, dieses Spiel regelrecht einzustudieren. Die Steuerung funktioniert sehr gut, die Charaktere sind unterschiedlich und das Artdesign ist malerisch und prächtig aussehend. Überraschenderweise ist der Story-Modus auch gut gelungen. Jedoch ist der Online-Modus fast immer leer gewesen und die „Ghosts“ könnten ausgereifter sein. Diese kleinen Mankos sollen aber nicht davon abschrecken, dieses wundersame Prügelspiel anzutesten und zu meistern!

 

8.5/10

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Euer

 

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