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Test: Grand Kingdom im Test für die PS4: Für Ruhm und Ehre


Souly
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JRPG-Fans aufgepasst, dank NIS America schafft es mal wieder ein Titel in die europäischen Läden. Grand Kingdom verspricht einen umfangreichen rundenbasierten RPG-Titel mit viel Liebe zum Detail. Ob die Versprechen halten oder doch nur japanischer Einheitsbrei zu unserem Kontinent rübergeschwappt ist, erfahrt ihr wie immer in unserem Test.

Alles für die Gilde

Grand Kingdom heißt der neueste Titel, den NIS America für den internationalen Markt aufpoliert hat. Wie gewohnt natürlich ausschließlich in englischer Sprache und der Möglichkeit, den japanischen Originalton laufen zu lassen. Das Spiel stellt ein rundenbasiertes 2D RPG dar, welches durch schiere Fülle an Inhalt zu überzeugen versucht.

Doch zunächst einmal auf Anfang. Der Spieler ist ein gesichtsloser Anführer eines Söldnertrupps, welcher sich für Gold und Ruhm durch das Land schlägt. Der Trupp ist einer von vielen in einer großen Söldnergilde, die sich genau in der Mitte des von Krieg beherrschten Landes angesiedelt hat. Die Aufgabe ist nun, innerhalb der Gilde aufzusteigen und eine fähige Truppe aufzustellen.

Das Reich Resonail selbst ist von vier großen Nationen umkämpft, den Königreichen Landereth, Fiel, Valkyr und Magion. Lediglich der kleine Fleck der Gilde in der Mitte des Landes gilt für alle Nationen als neutrale Zone. Der Spieler hat die Möglichkeit lediglich für die Gilde zu arbeiten oder zusätzlich dem Krieg der Nationen anzuschließen.

Zug um Zug

Nachdem die Story nun erläutert ist, geht es ans Eingemachte. Das sehr umfangreich gestaltete Tutorial bringt dem Neuling die Grundlagen des Spiels näher, wobei man hier wirklich nur von Grundlagen sprechen kann. Zwar ist die Einführung mit Infos, Text und Testkämpfen sehr ausführlich, jedoch sind die Variationen im Spiel selbst einfach gigantisch, wenn nicht gar ein wenig unübersichtlich.

Im Gildenhauptquartier kann man sich eine Quest abholen und starten. Dabei wird der Spieler auf eine Weltkartenansicht gesetzt, auf welcher man seinen Trupp, symbolisch gestaltet als eine Schachfigur, auf vorgesetzten Wegen manövriert. Auf dieser Weltkarte gibt es Gegner, Rohstoffe und Questziele. Jeder Zug entspricht einer Runde und diese sind für das erfüllen der Quest begrenzt. Dadurch ist man gezwungen mit seinen Zügen etwas zu planen und eventuell nicht jede Ressource einzusammeln.

Trifft man auf einen Gegner, beginnt der Kampf. Das Kampffeld ist in 2D auf drei Linien realisiert. Man startet mit maximal vier Söldnern in die Schlacht gegen eine Handvoll gegnerischer Kämpfer oder Kreaturen. Auch hier ist ein rundenbasiertes System integriert, bei dem jeder Kämpfer nach und nach an der Reihe ist. Eine Runde besteht aus einem Bewegungs- und einem Kampfzug. Hierbei bedienen sich die Kämpfer allerlei verschiedenen Fähigkeiten, um ihre Widersacher in die Schranken zu weisen. Für den Angriff ist ein gewisses Timing gefragt, da die Attacken entweder in einer Combo aufgebaut sind oder man einen Punkt in einem größeren Bereich treffen muss.

So viele Möglichkeiten

Für einen erfolgreichen Kampf ist zum einen die Taktik, zum anderen aber auch die Teamzusammenstellung und Ausrüstung von großer Bedeutung. Eine gute Mischung aus Nah- und Fernkämpfern, sowie einem Supporter ist hier oft der Schlüssel zum Sieg. Für die richtige Mischung kann man sich Kämpfer aus 17 verschiedenen Charakterklassen rekrutieren. Vom Bogenschützen über den Lanzenstreiter bis hin zu Magiern und Heilern ist wirklich alles dabei. Sogar eine berittene Dracheneinheit kann rekrutiert werden. Dadurch ergeben sich unzählige Kombinationsmöglichkeiten und man kann seinen ganz eigenen Stil finden oder ständig an der Zusammenstellung justieren.

Nach einem Kampf bekommen die Söldner wie für ein RPG üblich Erfahrungspunkte und Gold. Steigt ein Kämpfer auf, kann man Punkte in verschiedene Attribute wie Stärke, Verteidigung oder Geschwindigkeit investieren. Ab einem bestimmten Level kann man die Söldner auch wieder auf Stufe 1 setzen und sie so noch stärker machen. Dies ist zwar nicht notwendig und man kann auch ohne den Boost eine schlagfertige Truppe aufbauen, im späteren Spielverlauf werden die Gegner allerdings ungemein schwerer und dann ist diese Technik Hilfreich.

Des Weiteren kann der Trupp mit verschiedenen Waffen und Ausrüstungsgegenständen versehen werden. Auch hier gibt es unzählige Variationen und Typen mit verschiedenen Boni. Die Komplexität ist geradezu erschlagend. Wem das noch nicht reicht, der kann seine Kämpfer ebenfalls mit einer Vielzahl an Fähigkeiten versehen und durch Status-Punkte Orbs verbessern. Diese große Stärke von Grand Kingdom ist auch gleichzeitig seine größte Schwäche. Bis man sich tatsächlich in alles eingefunden hat und das ganze System um Verstärkung, Ausrüstung und Attributpunkte verstanden hat, vergehen Stunden und man hat sehr viel Text zu lesen. Für nicht so hart gesottene RPG-Fans kann das sehr abschreckend sein.

Multiplayer, aber irgendwie dann doch nicht

Der Multiplayermodus in Grand Kingdom wird durch den Krieg der vier Nationen umgesetzt. Man kann sich einer Nation zeitlich begrenzt durch einen Vertrag anschließen und in ihrem Namen am Krieg teilnehmen. Im Krieg können alle Söldnertrupps demokratisch per Votingsystem darüber entscheiden, wo angegriffen werden soll oder wo welche Verteidigungsanlagen aufgebaut werden sollen.

Hat man sich eine Schlacht ausgesucht, landet man wieder auf einer Karte mit verschiedenen Zielen. Hier tummeln sich auch andere Mitspieler gegen die man antreten muss, allerdings nicht so richtig, denn die Trupps anderer Spieler werden lediglich durch eine KI gesteuert. Auf der Karte treiben sich also alle Trupps der im Krieg beteiligten Spieler, werden aber von der KI kontrolliert. Es ist also quasi ein indirekter Multiplayer. Das schmälert den Spaßfaktor jetzt zwar nicht sonderlich, ein direktes Duellsystem wäre aber trotzdem ein Wenig schöner.

Dennoch lohnt sich die Teilnahme am Krieg. Wenn man die Schlachten gewinnt, winken überdurchschnittlich gute Belohnungen in Form von Gold, Ressourcen und Items, welche gerade im späteren Spiel so nirgendwo anders zu finden sind. Außerdem kann man Kämpfer anderer Trupps gegen Gold mieten, was natürlich heißt, dass auch der eigene Trupp gemietet werden kann und somit etwas die Kasse aufgebessert wird. Und überhaupt will man natürlich wissen, wie der eigene Trupp im Vergleich zu anderen Mitspielern steht auch wenn die KI natürlich etwas schlechter agiert als ein wirklicher Spieler.

Wie ein Anime

Grafisch ist Grand Kingdom wirklich hübsch. Einige Scenen sind Handgezeichnet und per Flash-Technik in Bewegung gesetzt. Das sieht schon sehr malerisch aus. Ansonsten kann man sich an dem Animezeichenstil ergötzen, welcher natürlich nicht ohne genretypische üppige Oberweiten mit tiefem Ausschnitt auskommt. Nettes Feature: wechselnde Ausrüstung wirkt sich auch auf die Darstellung der Kämpfer aus. Die Animationen und Bewegungsabläufe sind ebenfalls gut gelungen.

Zum Sound gibt es nicht sehr viel zu sagen. Die Hintergrundmusik ist stimmig, die Klangeffekte, insbesondere bei Belagerungswaffen wie Kanonen, überzeugen durch tiefen Bass. Die Sprachausgabe ist Wahlweise Englisch oder Japanisch. Die Charaktere sind durchweg atmosphärisch synchronisiert. Nichts zu meckern also an dieser Stelle.

Die Steuerung ist durch den rundenbasierten Aufbau sehr intuitiv und einfach. Mit dem Stick bewegt man entweder die Schachfigur auf der Karte oder den Kämpfer der an der Reihe ist. Die Tasten sind simpel belegt und es gibt auch immer eine Legende zum Nachschauen. Auch als Einsteiger wird man hier keine Probleme bekommen die Steuerung zu beherrschen.

Hero of Resonail

Yea, es gibt eine Platintrophäe. Wer diese haben möchte, wird aber viel Zeit einplanen müssen, denn es gibt einige ziemlich schwierige Trophäen. Da wäre zum Beispiel die Skill Completionist Trophäe, bei der man einem Kämpfer ALLE möglichen lernbaren Skills beibringen muss. Da man manche davon nur finden kann oder als Belohnungen bekommt, kann das schon eine nahezu unmögliche Aufgabe werden.

Ebenfalls ein dickes Ding ist auch die Combo Master Trophäe, bei der man eine 99-Hit-Combo in einer Runde landen muss. Zum Vergleich: eine 30er Combo ist schon recht überdurchschnittlich gut. Aber auch einfachere Trophäen sind mit Zeitaufwand verbunden, wie 20.000 Schritte gehen oder einen Kämpfer auf Stufe 99 zu leveln. Definitiv is Grand Kingdom keine leichte Beute für Trophy-Hunter.

Eine gute Nachricht gibt es allerdings. Es gibt keine großartig verpassbaren Trophäen. Ansonsten ist die Liste genretypisch: Hier etwas schmieden, da etwas ausrüsten und natürlich einen Kämpfer voll aufskillen. Wer sich die Arbeit machen möchte, hat eine gelungene, fordernde Liste aus 46 Trophäe. Viel Spaß dabei ;)

 

FAZIT

Der Artikel zu diesem Test ist eigentlich bei weitem nicht lang genug. Die Möglichkeiten die dieses Spiel bietet sind so dermaßen umfangreich, dass ich bei weitem nicht alles anreißen konnte. Da wären zum Beispiel auch noch ein Schmiedesystem und andere Dinge zum Verstärken des eigenen Trupps. Der Umfang von Grand Kingdom sprengt einfach jeden Test-Rahmen und das wollte ich auch noch einmal explizit erwähnen. Allerdings empfinde ich diese Tatsache auch als das größte Manko an dem Spiel. Es ist hin und wieder einfach too much, was das Spiel einem anbietet.

 

8 von 10

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