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NHL 16 im Test für PS4 - Die Eiszeit bricht wieder an


rioMC1
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Nachdem EA Sports im Vorjahr eher eine Vollpreis-Demo auf den Markt gebracht hat, will man nun wieder mit Umfang glänzen und die Spieler wieder an die Eisfläche fesseln. Ob das gelingt und was NHL 16 noch zu bieten hat, erfahrt ihr unserem Test.

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SYSTEM: PLAYSTATION 4
VERTRIEB: Electronic Arts
ENTWICKLER: EA Sports
GENRE: Sportspiel
SPIELER 1-4
HDD mind. 20GB
AUFLÖSUNG 720p, 1080i, 1080p
NETZWERKFUNKTIONEN Ja
NETZWERK-SPIELER 2-12

 

Abwechslung muss sein

Während der Vorgänger etwas kastriert wurde, gibt es nun wieder die volle Auswahl beliebter Spielmodi wie Ultimate Team, Be-a-Pro, Be-a-GM oder auch die EA Sports Hockey League. Wenn man keine Lust auf etwas Umfangreicheres hat, kann man sich auch auf schnelle Online- und Offline-Spiele sowie dem Shootout-Modus stürzen. Wer eine Saison ohne großartige Management-Tätigkeiten spielen will, kann auch eine einfache Saison spielen oder direkt mit den Playoffs starten und Jagd auf den Stanley Cup machen.
Das ganze lässt sich auch fix im fantastisch übersichtlichen Hauptmenü finden, sodass einem erst auf der Eisfläche jemand im Weg stehen wird.

 

 

Aller Anfang ist schwer

Wer das sein wird, kann man im Be a Pro selbst festlegen. Man bekommt die Wahl, die Karriere in einer der Nachwuchsligen zu starten, sich im NHL-Draft von einem zufälligen Team auswählen zu lassen oder direkt zu seinem Wunschteam aus der höchsten Eishockeyliga der Welt zu gehen. Nachdem man sich seinen Spieler erstellt und das Startteam gewählt hat, stürzt man sich schon in die ersten Partien, um ein Gefühl für das Zusammenspiel mit den computergesteuerten Teamkollegen zu bekommen.

Gutes Teamplay wirkt sich, genau wie gelungene Offensiv- und Defensivaktionen, auf die Bewertung des Spielers aus. So bringen Tore, Vorlagen und harte Checks Pluspunkte ein, Fehlpässe und Puckverluste dagegen werden mit Punktabzügen geahndet. Sollte man die gesetzten Bewertungsziele erreichen, gibt es zusätzliche Erfahrungspunkte, die automatisch auf die Fähigkeiten des Spielers verteilt werden. Dabei wird der eigene Spielstil für die Verteilung herangezogen, wodurch häufig genutzte Aktionen stärker trainiert werden. Weitere Erfahrungspunkte kann man sich im Training dazu verdienen. Dafür stehen einem wöchentlich mehrere Trainingsstunden und verschiedene Trainingsübungen zur Verfügung, die man zwar selbst auswählen, aber nicht spielen kann, da diese nur simuliert werden. So spielt man über viele Jahre seine eigene Karriere als Eishockeyspieler und versucht, Wayne Gretzky vom Thron des Allerbesten zu verdrängen, zumindest virtuell.

 

 

Zusammen spielen, zusammen siegen

Wenn man sich an das Steuern eines einzelnen Spielers gewöhnt hat, kann man das auch online in der EA Sports Hockey League machen. Hier erstellt man sich ebenfalls einen eigenen Spieler, sucht sich dabei seine Ausrüstung, wie Helme, Schläger und Handschuhe aus dem Sortiment bekannter Eishockeymarken raus und gibt dem Kind einen Namen. Nun kann man sich in schnelle Spiele mit Zufallsspielern stürzen und hoffen, dass man vernünftige Mitspieler erwischt oder man tritt einem Pro Club bei, in dem üblicherweise gleichgesinnte Hockeyfans warten, die Teamplay bevorzugen.

Mit einem festen Team kann man dann auch Ligaspiele bestreiten und in die höheren Divisionen aufsteigen, um dem Ligatitel näher zu kommen. Am Ende eines Monats warten schließlich die Playoffs auf die Teams. Für etwas mehr Ausgeglichenheit zwischen den Teams sorgt die Möglichkeit, vor dem Spiel aus verschiedenen Spielerklassen zu wählen, die man verkörpern möchte. Ob man nun einen Spielmacher spielt oder als Scharfschütze den gegnerischen Kasten ins Visier nimmt, bestimmt die Fähigkeiten des Spielers. Damit haben Spieler am Anfang keinen Stärkenachteil gegen Spieler, die schon hunderte von Partien bestritten haben und dementsprechend stärkere Spieler steuern können. Nun kommt es nur noch auf das eigene Können an.

 

 

Sammeln, Tauschen, Traumteam basteln

So könnte man Hockey Ultimate Team zusammenfassen. In diesem Spielmodus sammelt man Karten von Spielern und stellt mit ihnen das Team auf, mit dem man sich durch die Liga kämpft. Anfangs startet man mit einem Starterset, bunt gemischt aus einigen goldenen NHL-Spielern und vielen Bronzespielern aus den Nachwuchsligen. Damit könnte man in der Online-Liga antreten, allerdings kann man da auf Gegner treffen, deren Team schon etwas weiter aufgebaut wurde und damit für ein böses Erwachen sorgen könnte. Erste Münzen kann man sich auch in der Einzelspielersaison verdienen, wo man mehrere Ligen zur Auswahl hat und je nach Liga bestimmte Teilnahmebedingungen erfüllen muss.

Mit dem verdienten Geld kann man dann auf dem Marktplatz neue Packs kaufen oder auf dem Auktionsmarkt gezielt auf neue Spieler bieten oder diese per Sofort-Kauf erwerben. Die Packs sind wieder in Bronze, Silber und Gold erhältlich, auch als Jumboversion mit doppelt so vielen Karten, wovon auch mehr Seltene dabei sind. Neben Spielern erhält man auch Trainer, Vertragskarten und neue Trikots. Zusätzlich zu den Standardpacks gibt es oftmals auch Spezialpacks, die beispielsweise nur Spielerkarten enthalten oder sogar nur seltene Goldkarten. Mit etwas Glück findet man auch diverse Sonderkarten aus Bonusprogrammen, wie dem Team der Woche oder gestandene NHL-Stars in Diensten ihrer ehemaligen Nachwuchsteams. Sollten einem mal die Münzen ausgegangen sein, kann man sich die Packs auch mit Echtgeld vom PSN-Konto kaufen.

Der Sammeltrieb wird auch dieses Jahr wieder gefördert. Hat man alle Karten eines Teams vollständig beisammen, bekommt man als Belohnung wieder neue Packs, in denen ja wieder fehlende Karten eines anderen Teams enthalten sein können. Ein Teufelskreis, denn auch für aktive Spieler gibt es Belohnungen. So bekommt man immer wieder Münzen geschenkt, wenn man täglich im Ultimate Team vorbeischaut.

 

 

Der Star hinter den Stars

Wer beim Teammanagement keine Lust auf Kartenspielchen hat, kann sich auch als General Manager im “Be a GM”-Modus austoben. Dort übernimmt man dann neben einem NHL-Team auch das jeweilige Farmteam. In der bis zu 25 Jahre langen Karriere kümmert man sich um die Verpflichtung neuer Talente im Draft, tauscht Spieler mit anderen Teams oder verstärkt sich mit Akteuren vom Free Agent Markt. Die eigenen Spieler muss man natürlich auch im Auge behalten. So verhandelt man mit ihnen über Vertragsverlängerungen und führt Gespräche, um die Moral hoch zu halten.

Die abgespeckte Variante findet man im Saison-Modus. Zwar kann man auch dort Spieler verpflichten und tauschen, aber das war es auch an Managertätigkeiten. Diese kann man bei Bedarf aber auch ausschalten und sich vollends auf die Spiele konzentrieren. Zudem ist man nicht an die NHL gebunden, sondern kann in jeder beliebigen Liga eine Saison starten, wahlweise allein oder auch mit Freunden.

Einen kleinen Rückblick auf Spiele der aktuellen und vergangenen NHL-Saison bekommt man bei den NHL Moments Live. Man steigt ins laufende Spiel ein und steuert entweder einen bestimmten Spieler oder die ganze Mannschaft und versucht, bemerkenswerte Szenarien entweder nachzuspielen oder umzuschreiben. Da der Einstieg in den meisten Fällen zu fortgeschrittener Spielzeit erfolgt, eignen sich diese Spielchen gut für zwischendurch.

 

 

What a Feeling

Beim Gameplay hat sich nicht viel getan, es ist nach wie vor auf einem hohen Niveau. Die Hartgummischeibe lässt sich flüssig übers Eis manövrieren, starke Torhüter bringen die Stürmer gerne zur Verzweiflung, sind aber mit gutem Kombinationsspiel und verdeckter Sicht letztendlich auch zu überwinden. Für Anfänger und auch fortgeschrittene Spieler gibt es nun visuelle Live-Tipps auf dem Eis. Über dem gesteuerten Spieler tauchen immer wieder mögliche Aktionen auf, die in der aktuellen Situation am sinnvollsten sind. Nach gelungenen Aktionen gibt es dann auch positives, bei Fehlern dementsprechend auch negatives Feedback. Ebenfalls kann man sich mögliche Passwege anzeigen lassen sowie freie Flächen im Tor, die man beim Schuss anvisieren sollte. Diese Tipps lassen sich aber auch deaktivieren, wenn man sie nicht braucht.

Was man sicherlich nicht deaktivieren möchte, ist die tolle Präsentation der Spiele. Durch die Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Sender NBC kommt richtiges TV-Feeling auf. Dabei helfen auch die beiden, leider nur auf Englisch verfügbaren Kommentatoren, die ihre Arbeit souverän machen. Ebenfalls einen Teil zur guten Atmosphäre tragen die neuen Maskottchen bei. Zudem hat fast jedes NHL-Team sein eigenes Torhorn sowie die originale Tormusik.

Außerhalb der besten Eishockeyliga gibt es natürlich auch wieder die Nachwuchsteams aus der Canadian Hockey League sowie die bekannten europäischen Ligen aus Finnland, Schweden, Schweiz, Deutschland und Tschechien. Leider fehlen weiterhin die russische KHL und die österreichische EBEL. Fast schon traditionell muss man in der heimischen DEL mit den Trikots der Vorsaison vorliebnehmen, die Wolfsburger treten noch mit ihrem alten Logo an. Zumindest die Kader sind dank regelmäßiger Updates aktuell.

 

 

Keine Platin für zwischendurch

Alle Jahre wieder wird man bei NHL vor ein kleines Mammutprojekt gestellt, wenn man mit der Platintrophäe liebäugelt. Mit dem selbst erstellten Pro muss man den Stanley Cup gewinnen und eine Gesamtstärke von 90 erreichen. Ähnlich zeitaufwendig sind die Trophies auch im Managermodus. Kompliziert kann es dagegen in der EA Sports Hockey League werden, wo man den Ligatitel in der höchsten Division sowie einen Playoff-Pokal gewinnen muss. Dafür braucht man ein eingespieltes Team.

Im Ultimate Team muss ebenfalls der Ligatitel in der Online-Liga her. Zudem gilt es, ohne Punktverlust durch eine Division zu marschieren, allerdings nicht zwangsläufig in der Höchsten. Karten muss man auch wieder sammeln, mindestens eine Spielerkarte pro Team, aus allen Ligen. Diese Sammelei wird dann mit dem einzigen Goldpokal des Spiels belohnt.
Dagegen ist der Sieg inklusive Shutout als Torhüter fast schon schnell gemacht, ebenso wie die Herausforderung, dem gegnerischen Goalie die Trinkflasche vom Tor zu ballern, was allerdings auf Glück basiert.
Diese Platin erfordert also viel Zeit, etwas Können und auch ein wenig Glück. Dafür kann man sich anschließend zu einem erlauchten Kreis gesellen. Ist ja auch ganz nett.

 

 

Persönliches Fazit

Mit dem ersten wirklich vollwertigen NHL für die PlayStation 4 bringt EA Sports wieder ein gutes Eishockeyspiel in die Wohnzimmer. Sowohl für Einsteiger, als auch für Hockeyveteranen ist genug Abwechslung dabei. Von der eigenen Spielerkarriere, über den weiteren Werdegang als Manager bis zu packenden Mehrspielerpartien online wie offline bietet das Spiel genug.

Einzig eine bahnbrechende Neuerung sucht man vergeblich. Es wurde dafür an vielen Details gearbeitet, die vielleicht nicht viel am Spielgeschehen ändern, aber der Atmosphäre gut tun. Die Maskottchen sorgen auf den Rängen für Stimmung und die Tradition des Playoff-Bartes hält nun auch virtuell Einzug auf die Eisflächen. Spielerisch und auch grafisch kann sich NHL auch in diesem Jahr wieder sehen lassen. Genug Gründe, die Schlittschuhe wieder zu schnüren und auf dem Eis für krachende Checks und ansehnliche Tore zu sorgen.

8.5/10

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