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Blades of Time im Test für die PS3: Ayumi ist zurück und hat die Kraft der Zeit im Gepäck


frozenaut
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Die selbsternannte größte Schatzjägerin aller Zeiten ist zurück und macht das, was sie am besten kann: Schätze jagen. Ayumi, bekannt aus dem Vorgänger X-Blades, kehrt in ihrem neusten Abenteuer Blades of Time zurück auf die heimischen Bildschirme. Neue Grafik, neue Fähigkeiten, neue Welten aber stets dasselbe Ziel vor Augen. Die junge Ayumi reist mit ihrem Begleiter in die Welt Dragonland, wo unvorstellbare Schätze versteckt seien sollen.

Dort angekommen findet Ayumi allerdings unerklärliche Phänomene, mysteriöse Monster und ebenfalls dort gestrandete Menschen. Glücklicherweise findet sie dort auch neue Verbündete, die sie mit außergewöhnlichen Fähigkeiten ausrüsten und neue Waffen, die ihre Schwerter noch gefährlicher werden lassen. Nun liegt es an Ayumi ihren Weg durch das fremde Dragonland zu suchen, sich den mächtigen Ätherwächtern entgegenzusetzen, lernen ihre neue Fähigkeiten zu beherrschen und vor allem: das Portal zurück in die Heimat zu finden!

 


Ein Schritt in die richtige Richtung

Bereits ein Blick auf das Cover zeigt, dass Blades of Time grafisch in eine andere Richtung geht als der Vorgänger, X-Blades. Die Hauptfigur Ayumi ist noch dieselbe, sieht nun allerdings nicht mehr so kindlich aus, sondern soll offensichtlich mehr auf Männerfantasien abzielen. Und mal ehrlich, nach dem Vorgänger musste sich auch drastisch etwas ändern. Statt der Cell-Shading Optik aus dem ersten Teil setzt Blades of Time auf eine andere Engine. Es wurde nun auf eine Grafik gesetzt, die sich mehr an den Genrekollegen orientiert.

Diese grafische Politur macht sich auch ganz gut. Blades of Time macht allein von der Optik her schon mehr Spaß als der Vorgänger. Allerdings ist man aus diesem Genre mit Spielen wie God of War ein wenig was anderes gewohnt. Die Zwischensequenzen sehen durchaus gut aus und laufen auch ohne größere Ruckler flüssig. Gerade bei „Hack and Slay“-Spielen sollte die Grafik akzeptabel sein, da in Kämpfen mit mehreren Gegnern der Spieler auch wirklich sehen möchte, was dort passiert. Und in dieser Richtung hat Blades of Time auf jeden Fall einen Schritt in die richtige Richtung gemacht.

 

Liebe fürs Detail… Fehlanzeige

Konami hat zwar die Grafik im Vergleich zu X-Blades verbessert, dabei aber anscheinend die Details vergessen. Wenn man mal von Ayumis Outfit absieht, wirkt alles andere ein wenig lieblos hingeklatscht. Die Menschen, denen Ayumi auf ihrer Reise durch Dragonland (allein der Name der Welt wirkt mehr als einfallslos) sehen durchweg gleich aus. Hin und wieder trifft Ayumi auf Menschen, die zwar einen äußerst modischen Zylinder aufhaben, aber ansonsten keine Unterschiede zu den restlichen menschlichen KIs aufweisen. Wenn Ayumi dann auch noch mit einem spricht, dieser in einer Nahaufnahme gezeigt wird, der Gegner hinter der nächsten Ecke genauso aussieht und einen plötzlich angreift, ist man doch ein wenig verwundert.

Das wundersame Dragonland hat immerhin einige unterschiedliche Areale aufzuweisen. Dschungellandschaften, Wüsten, fliegende Steinbrocken, Abwechslung ist geboten. Allerdings fehlt auch hier das besondere Etwas. Die Areale unterscheiden sich zwar zu anderen Arealen, aber im Inneren sehen sie alle gleich aus. Die gleiche Deko hängt an den Wänden, die Wüste sieht immer gleich aus, selbst die Monster sehen immer alle gleich aus. Es gibt pro Areal 2-3 unterschiedliche Gegnerklassen, die sich alle nach dem gleichen Prinzip erledigen lassen. Ein bisschen mehr Feinschliff wäre schön gewesen.

 

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Reden ist Silber, Schweigen wäre pures Gold

Wenn man die Aussage hört „Ich bin die größte weibliche Schatzjägerin, die es je gab!“, denkt man zuerst eher an Lara Croft, als an Ayumi. Diese wurde durch ihre akrobatischen Fähigkeiten und ihre kessen Sprüche berühmt. Bei solchen Aussagen drängt sich ein Vergleich also gerade zu auf. Und besonders die Sprüche und Dialoge sind es, die in Blades of Time weit hinter Tomb Raider lassen. Die Unterhaltungen in den Zwischensequenzen sind mehr als flach und passen grundsätzlich nie zu den Mundbewegungen der Figuren.

Ayumi selbst führt ständig Selbstgespräche, die der Spieler am liebsten einfach abschalten würde. Einerseits behauptet Ayumi immer die größte zu sein, im nächsten Monolog stellt sie sich wieder als verängstigtes Mädchen dar. Es macht den Anschein, als wenn die Entwickler hier krampfhaft alle Klischees bedienen wollten. Auch die spielbedingten Dialoge sind nicht sehr gelungen. Über die ersten paar Levels hinweg sucht man verzweifelt nach seinem Begleiter, der irgendwo in Dragonland verschollen ist. Als man ihn endlich wieder trifft und die große Wiedervereinigung feiern möchte, ist die Unterhaltung sehr schnell beendet und der Spieler denkt sich hinterher „Was war das denn jetzt gerade?“.

 

Auf in dem Kampf

Allerdings soll Blades of Time den Spieler auch nicht mit spannenden Dialogen fesseln, sondern durch das Kampfsystem unterhalten. Ayumi beherrscht ihre beiden Schwerter nach wie vor perfekt, trotz Schuhen mit riesigen Absätzen. Die Kämpfe gehen flüssig von der Hand und machen durchaus Spaß. Die Gegner haben zwar immer fest vorgeschriebene Attacken, der Spieler selbst kann aber beim Angreifen durchaus variieren. Wenn man einen bestimmten Punkt an ausgeteiltem Schaden überschritten hat, kann man die Gegner per Finishing-Move ausschalten. Diese sind für jeden Gegner unterschiedlich, sehen sehr gut aus und geben dem Spieler wirklich das Gefühl, den Feind würdig besiegt zu haben.

Je weiter man im Spielverlauf voran schreitet, desto mehr Fähigkeiten kann Ayumi erlernen. Die dafür erforderliche Leiste ist relativ schnell gefüllt und die Spezialangriffe gehen gut von der Hand. Nach einer kurzen Tastenkombination entfesselt Ayumi Feuer, Eis, Erdbeben und weitere Angriffe, die mehrere Gegnertruppen auf einmal treffen können. Die Kämpfe an sich sind nicht nur stumpfes Schlag-Taste-Drücken. Da Ayumi nicht allzu viel einstecken kann, sollte man ihre Fähigkeiten immer im Hinterkopf haben.

 

Eine Schatzjägerin ist nicht genug

Die größte Neuerung steckt bei Blades of Time schon im Namen: Time. Es ist nun möglich, die Zeit zurück zu drehen. Dies kennt man zwar schon aus anderen Spielen, allerdings geht Konami hier in eine etwas andere Richtung. Anders als bei Prince of Persia z.B. wird die Zeit nicht nur zum Ausgangspunkt zurückgesetzt und man kann einen neuen Versuch starten. Durch das Zurückdrehen werden in Blades of Time so genannte Zeitklone erschaffen. Wenn man die Zeit zurück spult und wieder laufen lässt, sieht man einen Klon von Ayumi, der genau das macht, was man selbst vor einigen Sekunden getan hat. Man kann nun aber selbst wieder eingreifen und mit 2 Ayumis angreifen. Durch das Zurückdrehen können hier mehrere Zeitklone erschaffen werden, sodass man oft genüsslich zuschauen kann, wie diese den Gegner erledigen, während man selbst in Deckung geht.

In den Kämpfen funktioniert dies auch sehr gut. Man sollte sich aber eine gute Strategie überlegen, da durch das Zurückdrehen auch der Schaden, den man bereits verursacht hat, zurückgedreht wird. Der Schaden, den man selbst erhalten hat, bleibt aber bestehen. Viele Gegner könnte man auch ohne Zeitklone besiegen, aber es ist eine Neuerung, die die Kämpfe durchaus interessanter gestaltet. Bei den Rätseln hingegen kann es oft nervig werden. Der Spieler sieht im Voraus in der Regel immer, wie ein Rätsel zu lösen ist. Bis man hier die Zeitklone richtig eingesetzt und koordiniert hat, kann einiges an Zeit vergehen.

 

Fazit

Blades of Time erfindet das Rad nicht neu. Es ist ein typisches „Hack and Slay“-Spiel, bei dem man eigentlich alles schon einmal gesehen hat. Es wurden mehrere Elemente aus Genrekollegen zusammengemixt und gehofft, dass es funktioniert. Man hätte hier allerdings mehr Liebe zum Detail finden sollen und an einigen Stellen besser nachdenken sollen. Beispiel Orbs: Bekannt aus God of War, in Blades of Time auch vorhanden, erfüllen allerdings absolut keinen Zweck. Also wozu?

Die Kämpfe machen allerdings Spaß und das Prinzip der Zeitklone funktioniert im Großen und Ganzen auch ganz gut. Das Spiel bietet einen netten Spaß für Zwischendurch. Wirklich bereuen wird es nach dem Spielen bestimmt keiner. Und bei einem Neupreis von knapp 30€ hat Konami zumindest einen wirklich großen Pluspunkt im Vergleich zu den Mitbewerbern.

 

5/10

     

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