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Test: NHL 17 im Test für die PS4 - Raus aufs Eis!


Souly
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1248065878_NHL-17_20161017220958-266x266.jpg.81969f81c4e243c9c4fb69e645f5a939.jpgWoran erkennt der erfahrene Zocker, dass der Sommer vorbei und der Herbst im Anmarsch ist? Natürlich daran, dass die Sportspiele nahezu im Tagestakt in den Läden erscheinen. Herbstzeit ist Sport-Zeit. Auch die Eishockeysaison beginnt wieder am 12.10. und so kommt, was kommen muss: NHL 17 von EA. Ob der große Spieleriese aus den Wehwehchen des letzten Ablegers gelernt hat oder ob sie den Bully gnadenlos verlieren, erfahrt ihr wie immer in unserem Test.

Der Weg in die Hall of Fame…

EA ist bekannt für seine unzähligen Sport-Titel wie NFL, NBA oder natürlich Fifa. Manche davon sind erfolgreich, manch andere decken eher eine Nische ab. Dazu zählt vermutlich auch NHL, denn hierzulande ist Eishockey nicht sehr populär und wird wahrscheinlich niemals an den deutschen Fußballwahn heran kommen. Doch trotz der fehlenden Popularität hierzulande, lassen sich die EA-Sportspiele wirklich sehen.

Typisch für EA-Titel im Sportsektor ist eine magere Storyline. Das ist zwar etwas schade, jedoch wissen die Spiele oft auf anderen Gebieten zu überzeugen. So auch NHL. Der Storymodus ist wahrlich nicht prunkvoll. Man erstellt seinen Spieler, stellt Position und Trikotnummer ein und dann geht’s los. Man startet entweder mit einem Scouting-Turnier oder geht direkt in den Draft. Im Turnier kann man seinen Wert für die Teams natürlich stark erhöhen. Das war's dann eigentlich auch schon von der Story. Mehr gibt es nicht.

Bei der Charaktererstellung fällt einem eine Sache besonders auf, nämlich dass EA noch eine weitere sehr erfolgreiche Spielereihe sein Eigen nennt. Die Rede ist von "Die Sims". Der Charaktereditor ähnelt dem in den Sims-Spielen enorm, auch was die Vielfalt angeht. Das ist für das Spiel zwar ziemlich irrelevant, aber dennoch ein netter Bonus.

 

 

…kostet Blut, Schweiß und Tränen

Nach dem Draft startet die Pre-Season und man muss seinem Trainer beweisen, dass man auf dem Eis etwas taugt. Dieser gibt einem tutorialartig immer einige Hinweise auf Spielzüge oder bestimmte Moves. Das ist wenn man neu in NHL einsteigt ein wirklich praktisches Verfahren, da man sich so recht schnell in die Steuerung und in die effektiven Moves einfindet. Ist der Trainer zufrieden, gibt es mehr Zeit auf dem Eis und man startet in der ersten Reihe, das ist so etwas wie die "Starting Five" im Basketball.

Etwas anders als die Konkurrenz macht EA es mit dem Skillsystem. Anders als bei den 2K-Sporttiteln, bei denen man seine Skills durch erspielte oder gekaufte Währung verbessert (Buy-to-Win lässt grüßen), verbessern oder verschlechtern sich die Skills bei NHL durch das tatsächliche Spielen. Man macht im Spiel einen Bodycheck? Also steigt der Physis-Wert des Spielers. Man fängt eine Schlägerei an? Also sinkt der Disziplin-Wert. Dadurch ist ein stetiges Wachstum des Spielers garantiert und gleichzeitig wirkt sich der Spielstil auch auf die Spezialisierung des Charakters aus. So eine Entwicklungsstrategie wünscht man sich bei einem Sportspiel.

Im Laufe der Karriere wird euer Spieler dann besser und besser. Hier ist es angebracht den Schwierigkeitsgrad dann irgendwann anzupassen. Die Sprünge sind zum Teil recht hoch. Bei einem niedrigen Schwierigkeitsgrad gewinnt man nahezu jeden Bully und gewinnt oft sehr hoch. Schon eine Stufe weiter sieht das Ganze schon deutlich anders aus und man muss auch mal mit einer Klatsche leben. Die Sprünge sind hier leider etwas grob und es fehlt an der Balance.

Mit dem Team zur Meisterschaft

Wie in nahezu jedem Mannschaftssport-Spiel gibt es auch in NHL einen Team-Manager-Modus. Dieser ist auch wie üblich sehr umfangreich. Man sucht sich ein Team aus und schon beginnt der ganz normale Managerwahnsinn. Der Besitzer des Teams gibt einem seine Ziele für die Saison bekannt, die man tunlichst einhalten sollte und dann ist man auf sich allein gestellt.

Die Reichweite der Manageroptionen ist im Gegensatz zum Vorgänger deutlich gestiegen. War man bei NHL 16 nur ein Team-Kapitän, so ist man nun wirklich Manager eines Franchise. Das beinhaltet Entscheidungen über Personal, welche Frittenbude im Stadion aufgestellt werden soll oder auch wie viele Parkplätze es geben soll. Dabei sollte man natürlich immer die Finanzen im Blick haben, um nicht in die roten Zahlen abzurutschen.

Solange ihr dem Franchise aber Geld einbringt, ist auch der Besitzer zufrieden und ihr könnt sogar mit dem Team in eine andere Stadt ziehen. Dort kann man sich dann einen neuen Namen machen und vielleicht etwas mehr Fans anlocken. Ansonsten sind eure Aufgaben natürlich auch auf dem Eis verteilt. Ihr könnt zwar auch alle Spiele simulieren, die Spiele selbst auszutragen bringt aber meistens eine höhere Erfolgsquote.

Online-Bully

Wer sich in Sportspielen nur ungern alleine mit der KI ärgert, für den sind auch wieder einige Online-Modi dabei. Zum einen gibt es natürlich einen simplen Spieler-gegen-Spieler-Online-Modus, bei dem man mit seinem Team gegen das Team eines anderen Spielers antritt. Frei nach dem Motto "Der Bessere möge gewinnen", kann man sich so mit den Besten der Besten auf der ganzen Welt duellieren.

Ein weiterer Onlinemodus ist der Draft-Champions-Modus. Hier muss der Spieler aus einem zufälligen Pool von 4 Spieler-Karten eine für sein Team raussuchen. Das Ganze geht dann 12 Runden lang, bis das Team vollzählig ist. Anschließend geht es dann mit den zusammen gewürfelten Teams in ein Online- (oder wahlweise auch KI-) Match. Die Herausforderung hier liegt im Abwägen, was denn noch als nächstes für Karten kommen und was einem im Team noch fehlt. Hat man schon 3 Spitzen-Stürmer aber noch keinen Torwart in der 10. Runde, dann sollte man wohl auf den 4. Spitzenstürmer zugunsten eines Mittelklasse-Torwarts verzichten. Sonst verhunzt man ziemlich schnell sein Team mit Starspielern auf zu wenigen Positionen.

Wer das Wort Spielerkarte liest, dem fällt sicherlich direkt ein weiterer Modus ein. Na klar, der Ultimate-Team-Modus ist bei EA auch mit dabei. Ein aus nahezu allen EA-Sports-Spielen bekannter Modus, bei dem es darum geht Karten verschiedener Spieler zu sammeln und zu kaufen, damit dann ein anständiges Team aufzubauen und letztendlich die Bestenlisten zu erklimmen. Viel mehr muss man zu diesem Modus wohl nicht sagen. Entweder man mag ihn, oder man mag ihn nicht. Ich gehöre zu zweiter Kategorie, weshalb ich hier auch gar nicht so viel sagen kann ;)

Change a not running system

Was könnte Spielern von NHL 16 dazu bewegen, den neuesten Teil zu kaufen? EA hat an einigen Baustellen des älteren Teils gearbeitet und somit eine solidere Leistung gebracht, als letzte Saison. Wer allerdings den großen Sprung erwartet, der wird enttäuscht sein. Dies ist für jährlich erscheinende Sporttitel aber auch nichts Neues. Wirklich neu sind eigentlich nur die ausgeweiteten Manager-Optionen im GM-Modus und der schon beschriebene Draft-Champions-Modus.

Dennoch hat EA nicht die Füße hochgelegt. NHL 17 spielt sich deutlich weniger Arcade-lastig, als sein Vorgänger. Die Sounds und die Bodychecks wirken bei weitem nicht mehr so wuchtig, als würde hier Michael Bay seinen neuesten Streifen produzieren. Der ganze Spielfluss ist auch deutlich langsamer und wirkt dadurch etwas realitätsnaher. Wer ein Arcade-Game sucht, der wird aber trotzdem nicht enttäuscht, denn in den Einstellungen lässt es sich zwischen Arcade- und Simulations-Modus/Steuerung hin- und herwechseln.

Eine weitere Überarbeitung hat die optionale Hilfe erhalten. Hier werden mit Tasten-Einblendungen bestimmte Moves angezeigt, vorgeschlagene Passwege eingefärbt und die nicht gedeckte Ecke im Tor markiert. Das Trainerfeedback in Be-A-Pro wurde ebenfalls verbessert. Man bekommt jetzt tatsächlich Lob, krass oder? Nein im ernst, während man sich im Vorgängerteil in den Schlaf weinte, weil der Trainer trotz 10 zu 2 Sieg meinte man wäre der letzte Dümpel auf dem Eis, so ist dies nun deutlich freundlicher. Die positiven Aspekte überwiegen jetzt deutlich (sofern man natürlich nicht wirklich wie der letzte Dümpel auf dem Eis gespielt hat) und die Kritiken geben oftmals Hinweise, wie es beim nächsten Mal besser laufen könnte. Klasse.

Die nächste Reihe bitte

Zum Abschluss will ich noch einmal die technischen Aspekte näher betrachten. Punkt eins auf der Tagesordnung: Die Grafik. Das Spiel sieht ziemlich bombig aus. Die Charakterdetails kommen in den kleinen Zwischensequenzen beim Torjubel gut zur Geltung, sodass es auch Sinn macht, etwas Zeit in die Charaktererstellung zu investieren. Das Eis glänzt und spiegelt sehr naturnah und auch die Stadien sehen ihrem realen Ebenbild sehr ähnlich. Sehr hübsch das Ganze.

Zum Sound und der Musik gibt es schon ein paar Kritikpunkte. Zwar sind die Soundeffekte wie bei einem Schlagschuss nicht mehr so gekünzelt laut, dennoch empfand ich da jetzt etwas Nachholbedarf. Manchmal wirken die Sounds jetzt nämlich platt. Die Kommentatoren sind zwar sehr gut eingesprochen und wirken super realitätsnah, die Sprüche wiederholen sich aber ziemlich schnell am laufenden Band. Naja, typisches Sportspiel-Problem. Der Soundtrack ist eigentlich eine gute Mischung aus allem, was das Radio so hergibt. Empfinde ich persönlich besser als NBA-Spiele von 2K, bei denen scheinbar jeder Basketballfan auch ein Hip-Hop-Fan sein muss. Letzten Endes ist Musik aber nun wirklich Geschmackssache.

Ein paar Worte noch zur KI. Im Gegensatz zu NHL 16 hat EA schon einige Verbesserungen vornehmen können, dennoch ist gerade die KI-Defence der Gegner in NHL 17 oft noch sehr träge, stellt sich an den falschen Stellen auf und schafft es nicht die Mitspieler anständig zu decken. Die Torwartlogik hat einen immensen Sprung gemacht, der nahezu sichere Drive von außen an das Tor funktioniert aber nach wie vor ohne Probleme und fast immer mit Erfolg. Hier kann noch eine Schippe drauf gelegt werden.

Raise Your Banner'17

Die Trophäen sind wiedermal nahezu unmöglich zu erreichen. Es gibt eine Platin die, wenn man sie denn unbedingt haben will, ein riesen großes Stück Arbeit macht. Wer einfach nur ein paar Trophäen absahnen will, findet allerdings auch ein paar Leichtgewichte in NHL 17. Zum Beispiel bei einem Tor die Flasche des gegnerischen Torwarts mit herunterreißen. Dazu muss man eigentlich nur ein starkes Schlagschusstor erzielen.

Ansonsten gibt es sehr typische Sportspiel-Trophäen. In Be-A-Pro müsst ihr zum Beispiel mal einen Hattrick erzielen, euren Charakter auf eine 90er Wertung hieven oder vom Trainer eine glatte A-Wertung erhalten. Im GM-Modus muss man einen Trade machen, die Saison gewinnen oder die Presidents Trophy gewinnen. Das klingt jetzt nicht besonders schlimm, es gibt aber auch ein paar sehr böse Trophäen.

Zum Beispiel muss man im Ultimate-Team-Modus ein Meister Set vervollständigen. Wenn man nicht gerade mit Nachnamen Hilton oder Rockefeller heißt, wird das eine sehr schwere Angelegenheit, da die Karten unglaublich selten und sehr teuer sind. Insgesamt muss man im Ultimate-Team auch 50 beliebige Sets vervollständigen. Damit gelten die Ultimate-Team-Trophäen definitiv als die schwersten von NHL 17.

 

FAZIT

Mit NHL 17 zaubert EA das derzeit beste Eishockeyspiel auf die Bildschirme, dass es auf dem Markt gibt. Zugegeben, die Konkurrenz im Bereich Eishockey ist auch nicht sonderlich stark, dennoch überzeugt das Produkt. Die Verbesserungen zum Vorgänger sind deutlich zu spüren, auch wenn es noch Bereiche gibt, die sich verbessern könnten. Insbesondere das verbesserte Feedback-System im Be-A-Pro finde ich sehr gelungen, da es endlich konstruktive Kritik gibt, mit der man etwas anfangen kann.

 

7 von 10

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