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Test: FIFA 17 im Test für die PS4 – Anstoß in die neue Saison


Souly
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FIFA-17-Intros-266x266.jpg.0f20c9ea95260f4e158c01c766c3ad06.jpgKönig Fußball ist wieder angekommen. Die Bundesliga hat begonnen, PES ist auch schon mit seinem neuen Titel aufgelaufen und nun zieht EA mit Fifa 17 nach. Wie jedes Jahr, sprengt die beliebte Fußballreihe alle Verkaufscharts und lässt Männerherzen höher schlagen. Diesmal versucht sich EA auch an einem Story-Modus nach dem Vorbild von 2K. Ob sich der neue Teil lohnt oder ob EA dieses Jahr zu viel wollte, erfahrt ihr wie immer in unserem Test.

Jedes Jahr aufs Neue

Fifa…welcher Mensch auf diesem Planeten hat von dieser Spielereihe noch nichts gehört. Jedes Jahr beglückt EA uns mit einem neuen Teil, die Presse mit der obligatorischen Diskussion um den Titel-Spieler und die Hardwarehersteller mit einem Ansturm auf neue Controller. Kaum ein Spiel bereitet den Menschen gleichzeitig soviel Freude und Frust auf einmal. Fifa gilt als der Verkaufsgarant schlechthin.

Die Gründe dafür sind mannigfaltig. Zum einen weiß EA einfach, wie man Sportspiele entwickelt. Lediglich 2K kann auf diesem Markt noch Raum gewinnen, auch wenn das die PES-Fans nicht so gerne hören wollen. Zum anderen liegt es aber auch daran, dass selbst Videospiel-Verweigerer bei Fifa oft zugreifen. Fußball kommt in Deutschland halt an und ob nun real oder virtuell, der Ball wird immer gern gekickt.

Für EA ist diese Position aber auch nicht immer einfach. Die Erwartungen an den neuen Teil sind hoch, also müssen Innovationen her. Das ist bei Sporttiteln leichter gesagt als getan, dennoch hat EA mit Fifa 17 einiges verändert. Dieses Jahr startet Fifa mit einer neuen Engine, einem erstmals erschienenen Story-Modus und neuer Standards-Steuerung.

 

 

Let "The Journey" begin

Natürlich geht es zuerst einmal um den heiß ersehnten neuen Story-Modus, der sich da "The Journey" nennt. In diesem Modus nimmt der Spieler erstmals die Rolle des aufstrebenden Fußballstars Alex Hunter ein. Die Reise zum Profifußballer beginnt in der U11 und führt über steinige Wege zu den Top-Clubs der englischen Liga. Rundherum wird eine Geschichte über den Youngstar erzählt, welche mit Freundschaft, Erfolg und Misserfolg gespickt ist.

Während dieses Weges muss der Spieler das tun, was ein Spieler im wahren Leben eben so tun muss und wer denkt, dass wäre lediglich hin und wieder ein Spielchen spielen, der hat weit gefehlt. Man begleitet Alex ins Trainingslager, muss sich mit der Presse rumschlagen, den Trainer im Spiel überzeugen, den Social-Media-Account im Auge behalten und im Training seine Schwächen ausbessern oder seine Stärken ausspielen. Das Spielerleben ist hart und "The Journey" vermittelt diese Tatsache auch sehr gut.

Alex Hunter ist ein Stürmer, dementsprechend gibt es leider keine größeren Auswahlmöglichkeiten, was die Position angeht. Seine Fähigkeiten verbessert er entweder im Spiel oder beim Training und das ist ein gelungener Unterschied zu 2K, welche hier auf Spielwährung und Microtransaktionen setzen. EA verzichtet bei der Charakterentwicklung völlig auf Microtransactions. Das kommt durchaus überraschend und wird wohlwollend wahrgenommen. Ebenfalls schön ist die Umsetzung der Anforderungen an Alex, je nach Verein. Braucht man beim kleinen Gammel-Club nur eine niedrige Wertung um sich in der Aufstellung hochzuarbeiten, so sind die Anforderungen bei Liverpool schon deutlich höher. Hier wird der Kampf der Spieler um Spielzeit deutlich gemacht und man fühlt sich angetrieben besser zu werden, um endlich in die Startelf zu kommen.

Vorbild 2K

Man erkennt, dass EA sich die Story von 2K und Spike Lee gut angeschaut hat. Leider erkannten sie aber scheinbar nicht die großen Schwächen der Konkurrenz-Geschichte, denn auch EA lässt den Spieler in der Story nahezu nichts entscheiden und baut viel zu wenige, um nicht zu sagen gar keine alternativen Erzählstränge ein. Man kann sich in Interviews zwar für Antwortmöglichkeiten entscheiden, auf die Story hat diese Wahl aber keinerlei Auswirkung. Warum baut man eine Story in der heutigen Zeit strikt linear auf? Sicherlich hat Fifa andere Prioritäten, aber ich denke mir, entweder ich mache etwas richtig und biete ein cooles Erlebnis mit verzweigter Storyline, oder ich lasse es eben bleiben.

Denn was während "The Journey" bleibt, ist zwar eine durchaus spaßige Abwechslung, aber auch der fade Beigeschmack, dass man auch einen typischen "Jugendlicher-wird-zum-Sportsuperstar"-Film hätte schauen können. Die Stärke eines Videospiels, die Möglichkeiten verschiedene Geschichten zu vereinen und so ein individuelles Erlebnis zu schaffen, wird hier leider völlig ignoriert und stumpf wie im Film eine Geschichte erzählt, die immer gleich abläuft. Schade.

Die Story selbst ist aber durchaus gut, wenn nicht sogar besser, als die der Konkurrenz. Die neue Frostbite-Engine kann in den Zwischensequenzen ihre Stärken ausspielen und die Schauspieler und das Script wirken nahezu durchgehend authentisch. Dazu werden in den Spielen immer wieder von den Kommentatoren Anmerkungen über die Karriere von Alex gemacht, was ungemein zum Stimmungsbild beiträgt.

Fifa entwickelt sich

Genug vom neuen Modus, es gibt ja noch mehr neues. Die Standard-Situationen wurden zum Beispiel einmal überarbeitet. Wo man vor einem Jahr noch aus der Egoperspektive den Eckstoß in den Strafraum gebracht hat, gibt es dieses Jahr die Vogelperspektive mit Zielkreuz, welches aber natürlich selten exakt getroffen wird (das wäre ja auch etwas zu einfach). Nicht nur die Ecke, sondern auch der Freistoß werden nun auf diese Weise ausgeführt. Man muss sich zugegebenermaßen etwas an die neue Ausführung gewöhnen, wenn man sich damit aber etwas auseinandersetzt, bietet sie etwas mehr Möglichkeiten bei den Standards.

Neben den Eck- und Freistößen hat auch der Elfmeter ein neues System bekommen. Hier wird es jetzt etwas kniffliger den Ball gezielt ins Eck zu bekommen. Sobald mit dem linken Stick die Richtung des Schusses ausgewählt wird, beginnt der Schütze an zu laufen. Egal ob man die Position schon fertig justiert hat, oder nicht. Dadurch gerät man unter Zeitdruck. Die Schussstärke bestimmt nun auch die Schusshöhe, und zwar ausschließlich. Dadurch bekommen die Elfer einen höheren Schwierigkeitsgrad für den Schützen.

Ebenfalls neu ist die Möglichkeit den Ball mit seinem Körper abzuschirmen. Unglaublich wichtiger neuer Aspekt, um das Spiel nicht ständig im Mittelfeld sterben zu lassen. Ein dickes "Aber" gibt es trotzdem. Dem Abschirmen fehlt völlig die Justierung. Ein Philipp Lahm kann dadurch den Ball gleichzeitig vor einem Ibrahimovic und einem (hier einen Isländer einsetzen =P ) sichern. Durch diese Taktik werden insbesondere die Online-Spiele zum Teil sterbenslangweilig. Hier muss EA mit einem Patch noch nachbessern.

Neue Engine, neues Glück

Fifa 17 kommt mit einer komplett neuen Engine um die Ecke, nämlich der aus Battlefield bekannten Frostbyte-Engine. So richtig etwas davon merken, kann man aber leider nicht. Vermutlich hatte EA viel zu tun, die Engine zu integrieren, sodass das ausreizen dieser nicht mehr drin war. Zwar sieht die Grafik, wie immer, ziemlich gut aus und die Spieler sind jetzt wirklich nah am realen Vorbild, einen wirklichen Sprung kann man jetzt aber nicht erkennen. Dennoch ist die Atmosphäre wieder eine von Fifas Stärken. Das Stadion bebt bei einem Tor, bei Einlaufen kann man Fan-Choreografien erkennen und der Sound ist Stimmig.

Die größte Schwäche bleibt Fifa allerdings auch erhalten. Die Ballphysik ist nach wie vor mehr zum Schmunzeln oder Aufregen, als zum Bewundern. Der langsame Pass dürfte niemals ankommen aber er rollt und rollt und…naja, man kennt das ja. Die hohe Flanke geht daneben und trifft den Boden. Der Ball springt…und springt…jaja, da ändert wohl auch Frostbite nichts dran. Vielleicht hätte sich EA lieber das bei 2K anschauen sollen. Beim Basketball können die das mit der Ballphysik nämlich ziemlich gut.

Ansonsten ist das Spiel im Allgemeinen langsamer geworden. Für Dauerfans der Reihe kann dies am Anfang etwas für Verwirrung sorgen, denn man hat das Gefühl, die Spieler kommen einfach nicht zu Potte. Man gewöhnt sich aber recht schnell daran und erkennt auch die Vorteile an dem ruhigeren Spiel. Der Spielaufbau läuft jetzt viel konsequenter und das Mittelfeldspiel kann durch mehr Zeit am Ball auch tatsächlich mal im Strafraum enden. Von daher ist die anfangs etwas träge erscheinende Spielgeschwindigkeit durchaus ein Gewinn.

Meister des Spiels

Überraschenderweise gaben die vielen Neuerungen leider keine Zeit mehr her, eine Platin-Trophäe zu erstellen…okay…war'n Scherz. Haha. Natürlich gibt es auch in diesem Jahr die obligatorische Platin und sie ist sogar machbar. Zwar sind die Online-Trophäen immer noch eine ganz schön harte Nuss, aber wer sich mit der Fifa-Reihe auskennt, für den dürfte dies keine unüberwindbare Hürde darstellen. Was muss getan werden? Natürlich, wer hätte es gedacht, muss die Story einmal durchgespielt werden und bestimmte Aufgaben innerhalb der Story abgeschlossen werden.

Ansonsten weiß ich gar nicht, was ich hier groß schreiben könnte, was nicht jedes Jahr das gleiche ist. Es gibt wieder Spiel-Trophäen, bei denen man ein Tor aus einer Distanz schießen muss, oder Tore nach Eckbällen oder ein Tor mit einem Freistoß usw. … Dazu kommen die üblichen Onlinetrophäen in FUT und Pro Clubs. Also alles beim Alten. Viel Spaß beim Jagen.

 

FAZIT

Fifa 17 ist auch dieses Jahr wieder das beste Fußball-Spiel auf dem Markt (Bitte nicht hauen liebe PES-Fans). Jedes Jahr rennen die Leute den Geschäften die Türen ein und kaufen die Regale leer und trotzdem ruht sich EA nicht darauf aus. Zwar gibt es nicht die gigantischen Sprünge, bei einer Jährlich erscheinenden Serie ist das aber auch nicht zu erwarten, aber doch immer wieder ein paar Neuerungen hier und ein paar Feinheiten da, die dann doch jedes Fifa für sich einzigartig macht. In diesem Jahr wurden die Standards überabreitet, eine neue Engine aufgesetzt und, wenn auch noch Justierwürdig, das Abschirmen des Balls ermöglicht. Und sowieso, das wichtigste ist ja wohl, das Reus auf dem Cover ist und keiner der roten Lederhosen ;). Fußball polarisiert, Fußball setzt Emotionen frei und das spüren auch die Controller bei fast jeder Fifa-Session auf der Couch. Und EA weiß es einfach am besten, wie man Emotionen vom Bildschirm auf die Couch übertragen kann. "The Journey" war allerdings etwas enttäuschend, wenn auch eine nette Abwechslung, aber man wünscht sich heutzutage einfach etwas mehr von einem Storymodus. Auch die Ballphysik konnte dieses Jahr nicht überzeugen und wird wohl weiterhin die Achillesferse in Fifa 17 bleiben. Dennoch, ein super Spiel.

 

8,5 von 10

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