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Test: Battlefield 1 im Test für die PS4 – Erlebe das ganze Ausmaß des Krieges


Souly
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953195942_Battlefield-1_20161026204256-266x266.jpg.b3b61b2bb29bae95f241e1aa4f070d22.jpgUnd wieder ist ein EA-Titel in unserer Liste. Lange ersehnt und bis ins unendliche gehyped, wartet Publisher EA mit dem neuesten Ableger der Battlefield-Reihe auf. Dieser spielt als einer der wenigsten Titel seines Genres im 1. Weltkrieg und trifft damit genau den Wunsch der Spieler. Ob sich das freudige Warten gelohnt hat, oder ob der Hype mal wieder zu Frust umschlägt erfahrt ihr wie immer in unserem Test.

"Er beendete rein gar nichts"

Das neue Hauptaugenmerk der Battlefield-Reihe muss eindeutig "Stimmung" sein, denn Battlefield 1 strotzt nur so vor stimmungsvollen Momenten und daher auch direkt einmal den Einstieg mit einem Zitat aus dem sehr eindrucksvollem Intro des Spiels: "Mehr als 60 Millionen Soldaten kämpften in diesem Krieg, um alle Kriege zu beenden. Er beendete rein gar nichts." Dazu gibt es eine bombastische Sequenz, welche nahtlos in eine Art Tutorial-Gameplay übergeht. Wow. Was für ein erster Eindruck. "Was folgt, sind Frontkämpfe. Du wirst vermutlich nicht überleben." Damit geht es also weiter. Man wird direkt in die Schlacht geworfen, überall schlagen Artillerie-Granaten ein und man muss seine Stellung verteidigen. Man erschießt einen Feind nach dem anderen doch die Gegnerwellen wollen einfach nicht aufhören, bis man schließlich, wie angekündigt, stirbt. Es erscheint der Name des Soldaten und seine Lebensdaten. Gestorben 1918. Man fühlt sich direkt etwas bedrückt. Nicht so wild, man macht einfach als ein anderer Soldat auf dem Schlachtfeld weiter, der Grundaufbau ist aber genial gewählt. Der Tod wird etwas Persönliches. Der Soldat, den ich gerade spielte, ist nun nicht mehr da und es ist meine Schuld. Ich finde es deshalb so gut gelungen, weil EA und Dice sich damit ihrer Verantwortung, die Grauen des Krieges zu transportieren, stellen. Es wird nicht suggeriert: "Wow, Krieg ist ja voll geil, das will ich auch", nein, man ist etwas beklemmt und kann zumindest erahnen, welch Schrecken sich vor über 100 Jahren abgespielt hat. Klasse.

 

 

Singleplayer Matters!

Bleiben wir bei der Stimmung und in diesem Zug bei der Singleplayer Kampagne. Auch wenn Battlefields Hauptcommunity sicherlich eher am Multiplayer interessiert sein dürfte, lohnt sich ein Ausflug in die Solo-Missionen. Hier kann man sich in fünf Geschichten, fünf verschiedenen Gebieten und fünf verschiedenen Hauptcharakteren austoben. Jede Geschichte ist unabhängig voneinander aufgebaut und erzählt in ca. 2 Stunden langen Mini-Kampagnen die Heldentaten eines Soldaten. Ob nun mit einem hinterlistigen Piloten, einem pflichtbewussten Panzerfahrer oder einem rebellischen Wüstenreiter, jede Story hat ihre eigenen Hauptaugenmerke und weiß mit stimmungsvollen Szenerien und Musik zu überzeugen. Zum Beispiel fliegt man in einer Kampagne auch mal als eine Taube über das Schlachtfeld, um als letzte Heldentat den Artilleriebefehl zu überbringen. Dazu eine theatralische Musikuntermalung (im positiven Sinne) und eine Zeitlupe. Ich kann gar nicht aufhören von dem genialen Game-Design zu schwärmen. Ansonsten sind die Aufgaben in den Missionen auch sehr abwechslungsreich. Mal muss der Spieler im Flugzeug ein Bombergeschwader vor feindlichen Jägern beschützen, mal einem Panzer zu Fuß den Weg durch feindliche Linien ebnen und dann auch mal wieder einen verletzten Kameraden durch Grabengebiete zum eigenen Lager tragen. Die Geschichten sind spannend, logisch und fließend aufgebaut, wenn auch manchmal etwas klischeehaft durch sehr starkes Heldentum. Dennoch sollte sich jeder Besitzer die Kampagne einmal zu Gemüte führen. Man kann sich hier wirklich mitreißen lassen

Multiplayer too!

Schöne Kampagne hin oder her, was wäre Battlefield ohne riesige Karten, vielen Vehikeln und einer bombastischen Multiplayerschlacht. So kommt natürlich auch in Battlefield 1 der Multiplayer nicht zu kurz. Neben bekannten Modi wie Eroberung, Team-Deathmatch und Rush gibt es auch den neuen Modus Kriegstauben. Dieser Modus basiert auf der Tatsache, dass im 1. Weltkrieg noch sehr viel über Brieftauben kommuniziert wurde. Sie waren ein durchaus zuverlässiges Nachrichtenmittel und so ist es die Aufgabe in diesem Modus, eine Brieftaube zu finden und frei zu lassen, um eine Nachricht an das Hauptquartier zu schicken. Der Träger der Brieftaube wird für alle sichtbar auf der Karte markiert, weshalb es diesen zu beschützen gilt. Sollte es dem Feind gelingen die Taube frei zu lassen, hat man noch ca. 3 Sekunden Zeit, die Taube vom Himmel zu schießen. Ansonsten gibt es einen Punkt für den Gegner. Der neue Modus ist jetzt zwar nichts Besonderes, bringt aber etwas mehr Abwechslung in den Multiplayer. Ebenfalls neu sind dynamische Wettereffekte auf den Maps. In der Wüste kann von jetzt auf gleich ein Sandsturm aufziehen, welcher die Sicht auf 10 Meter reduziert und dementsprechend natürlich die Schlachtfeldbedingungen drastisch ändert. Ebenso gibt es auf anderen Maps dichte Nebelschwaden die aufziehen. Ein Horror für Scharfschützen. Aber seien wir mal ehrlich, wer hasst nicht die verdammten Dauerscharfschützen, die einfach nur in der Ecke hocken und sich einen Dreck um die Map-Ziele kümmern, frei nach dem Motto: Alles für die Stats. Dieser Art von Spielern wird hier eine Hürde gebaut, die durchaus erfreulich ist. Für die Balance auf dem Schlachtfeld ist noch eine zusätzliche Neuerung eingebaut worden. Sollte ein Team etwas stärker zurück liegen, erscheinen übermächtige Fahrzeuge, die Behemoth genannt werden. Dies ist entweder ein Schlachtschiff, ein Panzerzug (Ein Zug mit Kanonen) oder ein gigantisches Luftschiff. Diese Fahrzeuge haben unglaubliche Feuerkraft und sind nur sehr schwer zu zerstören. Im Normalfall muss das gesamte Team den Behemoth unter Beschuss nehmen, um diesen zu zerstören. In der Zeit kann das zurückliegende Team eventuell bei den Punkten etwas aufholen. Das klappt zwar nicht immer, aber es ist oft die letzte Möglichkeit für das verlierende Team, das Blatt noch zu wenden.

Zu Land, zu Wasser und in der Luft

Das Besondere an Battlefield waren schon immer die Fahrzeuge, mit denen man sich durch das Schlachtfeld bewegen konnte. Mit Battlefield 1 hat sich das nicht geändert. Wie üblich gibt es eine Vielzahl an Panzern, Flugzeugen und Booten. Erstmals gibt es zu den Fahrzeugen auch die dazugehörigen Spezialklassen. Wenn man einen Panzer in der Basis wählt, startet man als Panzerfahrer anstelle mit einer Standartklasse. Gleiches gilt für Flugzeuge, in denen man als Pilot startet. Die Spezialklassen haben angepasstes Werkzeug und Fähigkeiten. Der Panzerfahrer kann seinen Panzer reparieren, der Pilot hat einen Fallschirm usw. Dem geübten Battlefieldveteran wird nun vielleicht auffallen, das ich erwähnte, man wählt einen Panzer in der Basis. Die Fahrzeuge stehen jetzt nicht mehr wie in älteren Teilen in der Gegend herum und können von jedem besetzt werden, man muss sie als Startpunkt wählen und startet dementsprechend direkt in ihnen. Natürlich gibt es auch Fahrzeuge wie Motorräder oder Kleinfahrzeuge, die nach wie vor auf der Map herumstehen, die effektiven Kampffahrzeuge aber müssen aktiv ausgewählt werden. Dadurch startet man mit einem Flugzeug auch nicht mehr auf der Landebahn, sondern direkt in der Luft. Das bringt einige Vorteile mit sich wie z.B., dass man sich jetzt Fahrzeuge direkt reserviert und nicht darauf hoffen muss, weiter vorn zu starten, um noch eine Karre abzubekommen. Da die Fahrzeuge nun nicht mehr in der Gegend herumstehen, musste natürlich die Fahrzeugvielfalt irgendwie anders gelöst werden. Man kann sich nun beim Starten als z.B. Panzerfahrer eine von drei Panzerklassen aussuchen. Entweder man nimmt den leichten, etwas wendigeren Panzer, den schweren feuerstarken Panzer, oder das Land-Ship, welches ebenfalls stark gepanzert ist und für mehrere Personen besser geeignet ist. Jedes Fahrzeug kann separat mit Waffen und Ausrüstung bestückt werden, sofern man denn genug Kriegsanleihen (Ingamewährung, zu erhalten durch Aufleveln) besitzt. Das bietet viel Individualität, auch wenn es natürlich effektivere Builds gibt, als andere.

Technik nicht aus dem letzten Jahrhundert

Zwar spielt Battlefield 1 im letzten Jahrhundert, die Technik ist allerdings einen Tick moderner ;) Die Grafik ist bombastisch schön und stimmungsvoll, wie schon öfters erwähnt. Gerade in den Solo-Kampagnen erkennt man, was aus der PS4 herausgeholt werden kann. In den Multiplayerkarten ist die Grafik immer noch sehr schön, kommt aber nicht mehr an die Singleplayergrafik heran. Ist aber natürlich auch logisch, sonst hätten wir wohl mit üblen Rucklern zu kämpfen. Diese sind mir während des Spielens übrigens nicht untergekommen. Das Spiel lief durchgängig flüssig, auch bei sehr anspruchsvollen Szenen mit Explosionen und co. Dennoch gibt es natürlich auch ein paar Kritikpunkte. Die Balance der Fahrzeuge müsste noch ein wenig angepasst werden, da die Panzer ein wenig zu viel Power haben. Dadurch, dass man Fahrzeuge jetzt auch von innen selbst reparieren kann, wird dieser Effekt noch gesteigert. Glitches und Bugs gibt es besonders im Multiplayer immer mal wieder, dazu kursieren ja im Netzt auch allerhand Videos. Das reicht von in der Wand festhängenden Soldaten bis hin zu herumfliegenden Panzern. Normal für Multiplayer wie ich finde und von daher auch nicht zu stark zu bewerten. Die Soundkulisse ist ebenfalls sehr gelungen. Überall hört man es donnern und grollen, entfernte Schüsse klingen dumpf während ein Schuss in nächster Nähe laut durch das Wohnzimmer hallt. Was will man mehr. Ich persönlich bin ein riesen Fan des Battlefield-Themes und freue mich immer über die neuen Versionen und auch wenn an das Original für mich nichts heran kommt, so gibt es dieses Jahr wieder eine schöne stimmungsvolle Version. Wie ich finde, besser als in den letzten drei Teilen davor. Ansonsten auch sehr schöne tragende Musikkulisse mit viel Charakter und passend für das Kriegsthema. Klingt wie bei Band of Brothers, gefällt mir sehr gut. Passt also alles.

Held des Ersten Weltkriegs

Überraschung Überraschung, es gibt eine Platin. Diese ist sogar durchaus gut schaffbar. Anders als in anderen Multiplayer-Titeln muss hier nicht eine utopische Anzahl an Kills oder sonstigen gesammelt werden. Doch fangen wir von vorne an. Die Singleplayer-Kampagne muss auf Schwer durchgespielt werden. Kein großes Ding, da auch auf Schwer der Singleplayer durchaus machbar ist. In jeder Solokampagne gibt es noch spezielle Herausforderungen und sammelbare Feldhandbücher. Diese muss man für alle Solo-Level erledigen und sammeln. Das dürften auch schon die anspruchsvollsten Trophäen sein, da hier einige Herausforderungen nicht ganz leicht sind. Die Handbücher lassen sich per Guide ziemlich flink zusammen suchen. Hat man die Solo-Trophäen im Sack, ist eigentlich das Gröbste schon erledigt. Jetzt geht es natürlich noch in den Multiplayer, bei dem man auch so einiges tun muss. Zum Beispiel muss man jede der Hauptklassen auf Stufe 2 leveln. Die Klassen levelt man simpel gesagt durch einfaches Spielen auf. Dazu muss man einen Scout mit einem Gewehr töten, einmal den Spielmodus "Operation" gewinnen und 450 Kriegsanleihen sammeln (bekommt man durch Aufleveln). Viel mehr gibt es dann auch schon tatsächlich nicht mehr. Ich war schon etwas erstaunt, dass der Multiplayer-Part in der Trophäenliste nur sehr sporadisch vorkommt, dürfte aber die Trophäen-Jäger freuen. Also, viel Spaß beim Jagen.

 

FAZIT

Mit Battlefield 1 haben Dice und EA wahrlich neue Maßstäbe im Online-Shooter-Genre gesetzt. Ich dachte erst, es wird halt das gleiche wie jedes Battlefield aber ich wurde doch positiv überrascht. Die Singleplayer-Kampagne ist wunderbar Stimmungsvoll, der Sound und die Musikkulisse Atemberaubend. Ich hatte erst gar keine Lust auf die Solo-Missionen, sie haben mich dann aber doch schnell gepackt. Und auch im Multiplayer gibt es kaum etwas zu meckern. Es wurden viele Neuerungen und Überarbeitungen eingebaut und trotzdem das grundlegende Spiel beibehalten. Das Setting "Ende des 1. Weltkrieges" weiß zu überzeugen, wenn auch einige Spielmechaniken etwas unrealistisch sind. Aber Realismus ist oft auch nicht wirklich Spielerfreundlich. Battlefield 1 hat es definitiv geschafft, mein Liebling der Reihe zu werden, und das war ziemlich lange eigentlich Vietnam. Allerdings muss an der Fahrzeugpower definitiv noch etwas geschraubt werden, da diese einfach zu mächtig sind. Dennoch, ein super Spiel und für Genre-Freunde uneingeschränkt zu empfehlen.

 

9,5 von 10

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