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Test: Ride 2 im Test für die PS4 – Nur ich und der Asphalt


Souly
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Ride-2_20161109214633-266x266.jpg.26d59c649f192cc8f5d2cd1c0b109f6f.jpgFreunde der zweirädrigen Unterhaltung aufgepasst, Milestone schickt mit Ride 2 den Nachfolger der unter Fans bekannten Motorradsimulation Ride auf den Asphalt. Der Anspruch ist klar: aus Fehlern lernen und die beste Motorradrennsimulation auf den Markt bringen, die es gibt. Ob der neue Ableger euren Puls höher schlagen lässt oder ob sich hinter dem Titel eher ein Roller verbirgt, erfahrt ihr wie immer in unserem Test.

Hallo, Welt!

Unter Rennsimulationsfans dürften Titel wie Forza oder Gran Turismo schon einen ziemlichen Namen haben. In diesen Top-Titeln kann man durchaus auch mal mit dem Motorrad fahren, wirklich umfangreich sind die Angebote aber nicht. Diese Lücke soll die Ride-Reihe schließen. Milestone hat eine sehr genaue Zielgruppe, nämlich Spieler, die Motorräder und den Motorradsport lieben. Dies wird auch schon beim ersten Starten des Spiels deutlich, denn man wird direkt mit einem kleinen Teaser in die Welt der Motorräder geworfen. Eine aufgeregte Frauenstimme erzählt uns etwas vom Lifestyle "Motorradfahrer" und bewirbt die Hochglanzmaschinen durchaus gekonnt. Wer ein Fable für Motorräder hat, wird hier schon einmal mächtig heiß gemacht. Diese Teaser begleiten durch das ganze Spiel. Startet man einen Modus den man noch nie gespielt hat: Teaser. Betritt man das erste Mal den Shop: Teaser. Ist die erste Saison vorbei: Teaser. Teaser Teaser Teaser…manchmal schon fast etwas aufdringlich, aber durch die gute Machart kann man das dem Spiel verzeihen. Diese nette Präsentation zu Beginn täuscht aber nicht über die ersten Frustmomente hinweg: ewiges Laden. Zwar sind die Ladezeiten schon deutlich kürzer als im ersten Teil, dennoch wirken sie gerade am Anfang nervig lang.

 

 

Keine Zeit zu verlieren!

Startet man Ride 2 das aller erste Mal, darf man sich einen Charakter erstellen. Hier muss man sagen, dass "Charaktererstellung" eigentlich das falsche Wort ist. Name, Herkunft, Geschlecht und Hautfarbe darf man wählen. Mehr leider nicht. Naja…um den Fahrer geht’s hier ja auch eigentlich nicht. Interessanter dürfte die Wahl des ersten Bikes sein. Hier darf der Spieler eines von drei auswählen. Welches spielt letztlich keine Rolle, man kann hier ganz nach seiner Vorliebe und dem Geschmack wählen. Hat man sein erstes kleines Traumbike ausgesucht, kann man in die World-Tour starten. Das ist so eine Art kleine Kampagne. Hier hat man die Möglichkeit sein erstes Kleingeld zu verdienen, um sich neue Bikes zu kaufen oder seine vorhandenen aufzumotzen. Die World-Tour ist in unzählige Etappen aufgeteilt, in der nur bestimmte Bikes zugelassen sind. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Gegner weder zu leicht, noch zu schwer sind. Geregelt wird das ganze über Motorrad-Punkte, im Spiel PP genannt (ich habe keine Ahnung wofür dieses PP stehen soll). Jedes Motorrad hat einen Grundwert an PP. Diese richten sich nach den Leistungsmerkmalen der Maschine. Das wiederum bedeutet, dass durch Tuning auch der PP-Wert des Mopeds steigen kann. Hier sollte man also auch aufpassen. Wenn eine Etappe für Naked-Bikes von 450 – 600 PP gedacht ist und man sein 550er PP Motorrad etwas zu sehr tuned, kann man mit ihm nicht mehr in dieser Etappe antreten. Man kann die gekauften Teile aber auch jederzeit mit den Standardteilen tauschen, um so wieder den Anforderungen zu entsprechen.

Ein langer Weg

Hat man sich eine Etappe ausgesucht, gibt es in der Etappe die verschiedensten Rennarten. Diese reichen von normalen Rennen, Zeitrennen und Teamrennnen bis hin zu Dragrennen. Jede erdenkliche Art von Rennen wird während der Kampagne abgearbeitet. Für Abwechslung ist also definitiv gesorgt. Hat man ein Rennen abgeschlossen, gibt es Geld und Ruhm. Mit dem Geld kann man seinen Fuhrpark ausbauen und der Ruhm sichert einem ein Aufsteigen in der Weltrangliste, welches letzten Endes das Ziel der World-Tour ist. Die Weltrangliste ist allerdings ziemlich lang. Man muss also schon so einige Rennen gewinnen und abschließen, um am Ende den ersten Platz sichern zu können. Etwas schade: in der Liste herrscht bis auf bei einem selber keine Dynamik. Die anderen Listenkandidaten haben einen festen "Fame"-Wert, der sich niemals ändert. Man kann auch keinen Ruhm verlieren. Selbst wenn ich als Weltranglistenerster ein sehr leichtes Rennen völlig verhaue, hat dies keine Auswirkungen. Die Rennen selbst und die ganze Mechanik sind gut umgesetzt. Für jedes Rennen kann man Rennoptionen einstellen. Diese steuern den Schwierigkeitsgrad. So kann man einstellen, ob das Fahrwerk sehr realistisch sein soll, wie schwer die Gegner sind, ob es eine angezeigte Ideallinie geben soll, ob man Vorder- und Hinterradbremse separat bedienen muss und noch vieles mehr. Je schwieriger man das Spiel einstellt, umso mehr Geld und Ruhm gibt es am Ende. Auf diese Art und Weise ist wirklich für jeden eine Einstellung dabei. Wenn man Anfänger ist, stellt man einfach sämtliche Hilfen ein und hat ein mehr Arcadelastiges Spiel. Wer die höchste Schwierigkeit einstellt, hat eine extrem anspruchsvolle Rennsimulation die unglaublich fordert. Hier hat Milestone einen sehr guten Weg gefunden, alle Geschmäcker zu bedienen.

Definitiv besser

Kommen wir nun zum technischen Aspekt. Die Grafik hat bei einer Rennsimulation hohen Stellenwert, da die Strecken und natürlich die Fahrzeuge gut zur Geltung kommen sollen. Ride 2 setzt dieses Konzept hervorragend um. Die Bikes gleichen ihren realen Ebenbildern, glänzen wunderbar im Showcase und lassen die Herzen von Moped-Fans höher schlagen. Auch die Strecken sind detailreich und schick dargestellt. Bei Regen kommen die spiegelnden Asphaltflächen besonders gut zur Geltung, auch wenn der Regen selbst jetzt keinen grafischen Blumentopf gewinnt. Die Soundkulisse ist ebenfalls gelungen. Die Motorgeräusche reichen von tiefem Wuppern bis hin zu hochfrequentem Kettensägenkreischen. Die 125er cc Rennen gingen mir schon sehr auf die Nerven mit ihrem ekelhaften Gekreische, ist aber eben realistisch und von daher tatsächlich ein Pluspunkt. Auf den Strecken, zumindest wenn man sich gerade gehörig hingeschmissen hat und kein Motorgeräusch mehr zu hören ist, kann man auch die Vöglein zwitschern hören. Das wichtigste, die Fahrphysik, ist ebenfalls sehr gut umgesetzt. Wie schon erwähnt, auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad muss man sich schon enorm konzentrieren um nicht ständig am Boden zu liegen. Etwas merkwürdig laufen Kollisionen mit Gegnern ab. Wenn mir mein Gegner voll hinten rein fährt, weil ich etwas früher gebremst habe als er, dann besteht eine 50/50 Chance, dass entweder er oder eben ich abgeworfen werde. So ganz habe ich dieses System noch nicht verstanden. Dennoch macht die Engine einen guten Job. Bin ich zu langsam und lehne mich zu weit in die Kurve, fall ich eben um. Bin ich zu schnell, trägt es mich sehr schnell aus der Kurve. Gebe ich zu unbedacht gas, hebt mir die Maschine ab. Nicht viel zu meckern hier.

Ride 2 Maestro

Ride 2 hat sogar eine Platin-Trophäe, welche sogar ganze 10% der Spieler besitzen. Das lässt ja schon einmal auf eine recht humane Trophäenliste schließen. Nun, das stimmt nur zum Teil. Zwar sind die Trophäen alle nicht unsagbar schwer, wer allerdings mit Rennsimulationen so gar nichts anfangen kann, der wird sich zu Tode langweilen. Das Spiel besteht nun mal hauptsächlich aus Kreisfahren…Okay…Kreisfahren mit Geraden und Kurven. Aber trotzdem muss man diese Art Spiel schon mögen, da man sehr lange und viel fahren muss. Die schwersten Trophäen sind Offline-Trophäen. In der World-Tour muss man nämlich den ersten Platz als Fahrer und als Team in der Weltrangliste erreichen. Dafür muss man schon einige Kilometer schrubben. Des Weiteren muss man alle Ride-Bonusse bekommen. Die ätzendste Trophäe im Spiel, da man hier einige Herausforderungen erledigen muss, um alle zu bekommen. An sich ist die Platin aber gut machbar und von daher wünsche ich frohes Jagen.

 

FAZIT

Ride 2 bietet Motorradfans und Freunden von Rennsimulationen viel abwechslungsreichen Spaß. Allerdings muss man hier einschränken, dass die reine Liebe zum Zweirad nicht ausreichen wird, um genug Motivation für das Spiel aufzubringen. Wer mit dem Rennsimulations-Genre nichts anfangen kann, für den wird auch Ride 2 keine Top-Nummer sein. Für alle anderen gilt, Ride 2 ist in seinem Nischengenre das beste Spiel auf dem Markt. Die Wertung bezieht sich allerdings auf Rennsimulationen allgemein und an ein GT oder Forza kommt es noch nicht ganz heran. Dennoch ist eine Steigerung zum ersten Teil zu erkennen und man kann auf eine Fortsetzung gespannt sein.

 

7,5 von 10

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