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Test: Child of Light im Test für PS3 / PS4: Möge die Reimerei mit dir sein!


Andara_HAG
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Beitragsbild.jpg.1c66ee6c10012a0235edca405e5aa482.jpgUbisoft ist bekannt und auch berühmt für eine Vielzahl an guten Spielen, die sich über die Jahre hinweg einen Namen im Konsolenbereich machen konnten. Das firmeneigene Studio Ubisoft Montreal bringt nun mit Child of Light ein RPG ins PSN, welches auf den ersten Blick durch sein einzigartiges Artwork auffällt. Ob der PSN Titel in Sachen Umfang und Inhalt mit den Großen des Genres mithalten kann, oder ob es doch eher ein RPG-Light ist, das erfahrt ihr in unserem Test der PS3 und PS4 Version von Child of Light.

 

 

Oh, wie ist das schön...

 

Schon beim ersten Start des Spiels dauert es nur ein paar Sekunden, bis einem auffällt, was für einen ungewöhnlichen Stil Child of Light pflegt. Es sieht aus, als hätte man das gesamte Spiel mit Aquarell-Farben gemalt, und so ist man nach wenigen Augenblicken im Spiel gefangen. Selten fängt das Spieletest-Team damit an, wie toll und besonders die Grafik eines Titels ist, aber hier kann man getrost mal eine Ausnahme machen, denn was das Spiel optisch zu bieten hat, findet man doch eher selten. Dazu gibt es aber später noch mehr. Child of Light entführt den Spieler in eine märchenhafte Welt namens Lemuria, und erzählt die Geschichte der kleinen Aurora, die eigentlich im fernen Österreich beheimatet ist. Dort fällt sie eines Tages in einen tiefen Schlaf und erwacht in eben jenem Lemuria, wo sie sich der Aufgabe Ihres Lebens stellen muss. Nichts wünscht sich Aurora mehr, als heimzukehren, um ihren Vater wieder in die Arme schließen zu dürfen. Doch der Preis dafür ist hoch, denn die Bedingungen für die Rückkehr in ihr eigenes Reich sind sehr hart: Nicht weniger als die Sonne, den Mond und die Sterne soll Aurora zurückbringen. Diese sind verschleppt worden von der selbsternannten Dunklen Königin, Umbra. So macht sich Aurora also auf zu dem vielleicht größten Abenteuer ihres jungen Lebens. Die Geschichte selbst ist erzählt wie in einem Märchen, Ubisoft bedient sich hier der Reimform, was atmosphärisch unglaublich zum Gesamtkonzept beiträgt. Hier tut es dem Spiel sicherlich gut, dass es komplett auf deutsch spielbar ist, denn der englischen Reimes-Künste ist sicherlich nicht jeder mächtig.

 

ChildofLight_22.thumb.jpg.e2a51d39323261fc76fbb0caef1e10d6.jpg

Du sollst nicht alleine reisen, es ist gefährlich da drüben, darauf möchte ich verweisen, so hilft es nur zu üben

Was wäre auch das kleinste RPG, ohne Begleiter und Freunde, die einem durch das Übel und Leid des Heldenalltags helfen? Richtig, es wäre nicht komplett. So findet man auch etliche Begleiter, die Aurora in den vielen zu bestreitenden Kämpfen unter die Arme greifen. An erster Stelle sei Igniculus genannt, Auroras erster und treuester Begleiter. Igniculus ist kein Krieger, Igniculus ist auch kein Mensch. Er ist ein...Glühwürmchen. Das vermag im ersten Augenblick nutzlos klingen, jedoch sind die Fähigkeiten des kleinen Helfers sowohl im Kampf als auch außerhalb des Kampfes außerordentlich hilfreich. Dunkle Passagen kann Igniculus beleuchten, oder euch bei der Lösung von Rätseln helfen. Im Kampf jedoch entfacht der kleine Begleiter sein Potenzial, wenn er Gegner verlangsamt oder Verbündete heilt. Die Steuerung ist dabei etwas gewöhnungsbedürftig, geht aber nach kurzer Zeit gut von der Hand. Die weiteren Begleiter sind angelehnt an normales RPG Gameplay, so gibt es Charaktere, welche die Klasse Schurke, Krieger, Magier und andere darstellen. Im Kampf selbst hat man Aurora und maximal 2 weitere Begleiter an seiner Seite, das Glühwürmchen zählt da natürlich nicht dazu. Da es aber mehr Begleiter als erlaubte Teilnehmer am Kampf gibt, wird dem Spieler die Möglichkeit gegeben, die Teilnehmer flexibel auszutauschen. Das macht die Kämpfe allerdings nicht gerade schwer. Die Kämpfe selbst finden halb rundenbasiert, halb aktiv statt, die Zugreihenfolge wird durch eine Zeitlinie (ATB System = Active Time Battle System) am unteren Bildschirmrand bestimmt, die aber beeinflusst werden kann. Greift man einen Gegner mit einer bestimmten Attacke an, besteht eine Chance, den Gegner auf der Zeitlinie zurück zu schmeißen, was einem selbst einen Vorteil verschafft. Anders herum können einige Gegner das gleiche tun, es ist so gesehen kein Privileg des Spielers. Die Angriffe der Mitstreiter sind entweder Einzelangriffe gegen ein Ziel oder Angriffe gegen alle Ziele, die meist sehr mächtig sind. Darüber hinaus gibt es bei jedem Gegner eine Schwachstelle, die es aber erst herauszufinden gilt. So sind hölzerne Gegner sehr anfällig bei Feuer und nehmen von solchen Angriffen erhöhten Schaden. Child of Light wartet mit einem Multiplayer Part auf, in diesem Fall ist es ein Koop Multiplayer. Hierbei können zwei Spieler zusammen spielen, wobei einer Aurora steuert, der andere Spieler übernimmt das Glühwürmchen Igniculus. Leider bekommt Igniculus nicht sonderlich viel zu tun, da das kleine Ding in seinen Fähigkeiten für einen Koop-Part doch sehr eingeschränkt ist.

 

It's all about the Skills. And the Loot Table.

 

Wie in jedem RPG üblich, setzt auch Child of Light auf ausbaubare Charaktere, das bedeutet, jeder Charakter hat seinen individuellen Skill-Tree. Bei Stufenaufstieg bekommt man Punkte, welche man dann in neue Fähigkeiten investieren kann. Dabei gibt es verschiedene Richtungen, die man beschreiten kann. Meist beschränkt sich das Skillen auf die Stats der Charaktere, jedes fünfte Feld ist dann ein Upgrade für eine Fähigkeit oder eine neue Fähigkeit. Die Level Ups sind für alle Charaktere gleich, das heißt, auch ein Mitstreiter, welcher gar nicht am letzten Kampfgeschehen teilgenommen hat, bekommt trotzdem die XP für den Kampf. Das erspart einem unnützes Grinden und Leveln, sämtliche Charaktere sind immer in einer ähnlichen Level-Range. Child of Light wartet zusätzlich noch mit einem Crafting System auf, welches allerdings in seiner Struktur sehr einfach gehalten ist. Irgendwie erinnert es ein wenig an den Würfel der Horadrim aus Diablo II, wo man Zutaten in den Würfel schmiss, um dann aus den Zutaten ein neues Ergebnis zu bekommen. In Child of Light dreht es sich meist um sogenannte Occuli, im Prinzip Edelsteine, die man wild kombinieren kann, um dann ein neues Ergebnis zu haben, was auch Einfluss auf den Effekt haben kann, den der neue Stein dann bietet. Rubine sind rot und geben einen entsprechenden Bonus auf die Waffe, der Feuerschaden addiert. Auf die Rüstung geschmiedet, reduziert es den erhaltenen Feuerschaden um X%. Es gibt natürlich noch weitere Steine, die man finden und herstellen kann. Für einen neuen Stein benötigt man immer 3 Einzelstücke, farblich kann man hier wild kombinieren. Qualitätsunterschiede gibt es natürlich auch noch, 3 Steine gleicher Qualität ergeben einen neuen der nächst höheren Qualität.

 

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Same, same – but different?

Dem Spieletest-Team bot sich die Möglichkeit, beide Versionen des Spiels zu testen, um so einen Vergleich von PS3 zu PS4 ziehen zu können. Hierzu sei erwähnt, dass sich dort aufgrund der allgemeinen Präsentation keine sonderlichen Unterschiede feststellen ließen. Grafisch ist das Spiel auf beiden Systemen ein Gedicht und lädt dazu ein, auch einfach mal stehen zu bleiben und den Hintergrund zu betrachten, wo hängende Wolken am Himmel schweben, oder gelegentlich eintretender Regen die gute Atmosphäre noch weiter verdichtet. Die Steuerung ist auf beiden Systemen identisch, was durchaus positiv hevorgehoben werden kann, denn diese funktioniert intuitiv und ist sehr schnell eingängig.

 

 

Trophäen

Die meisten der Trophäen in Child of Light sind sehr leicht zu erreichen, da ist nichts Schweres dabei. Eine Sammeltrophäe gibt es, die man aber ziemlich einfach nachholen kann, nachdem man das Spiel durchgespielt hat. Der Grossteil ist für das Hinzufügen von neuen Gruppenmitgliedern, ein paar für spezielle Kampfhandlungen und fürs Crafting. Und natürlich einige für das Spielen der Story. Sehr schade, hier hätte man durchaus mehr rausholen können. Positiver Nebeneffekt (vor allem für Trophyhunter) ist, dass man mit der PS3 und PS4 Version zwei mal die 100% holen kann. Dadurch, dass das Spiel Cross-Buy ist, braucht man auch nur einmal Geld dafür auszugeben.

 

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Fazit

Child of Light ist ein Spiel, das vor Liebe zum Detail und Atmosphäre nur so strotzt. Selbst Leute, die normalerweise mit RPG's nichts anfangen können, werden von diesem Spiel in seinen Bann gezogen werden, alleine die Optik, die Musik, ach was, einfach der Gesamteindruck machen dieses Spiel zu einem Highlight im Bereich der PSN Titel. Eine Story mit Twist und liebevoller Grafik im Aquarell-Stil auf der einen Seite, schwaches Crafting und zu einfache Kämpfe, sinnloser Koop-Part auf der anderen Seite. Auch die Spielzeit ist mit knapp über 13 Stunden eher knapp angesetzt. Hm, wen interessierts? Ab nach Lemuria, Aurora braucht euch!

8.5/10

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