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IGNORIERT

Driveclub im Test für die PS4 - So geht Social Gaming


Realmatze

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Rennsportspiele-Fans aufgepasst, endlich findet sich ein neues Spiel in den PlayStation Gefilden ein. Der groß gehypte und PS4 exklusive Titel Driveclub hat es endlich auf die Konsole geschafft. Nach der Verschiebung um ein ganzes Jahr folgten eine Menge Serverprobleme. Doch nun scheint endlich ein Licht am Horizont, welches Hoffnung auf Besserung verspricht. Ob sich das lange Warten gelohnt hat, und welche Besonderheiten das Spiel aus dem Hause Evolution Studios für euch bereit hält, erfahrt ihr in unserem Test.https://trophies.de/wp-content/uploads/2014/11/driveclub_testbanner.jpg

Im Osten geht die Sonne auf

Heutzutage legen Rennspiele ihren Fokus auf die Grafik und versuchen sich so schön wie möglich zu präsentieren und sich dabei von der Konkurrenz abzuheben. Driveclub macht dabei keine Ausnahme und zeigt sich dabei von seiner besten Seite. Gut detailierte Strecken, Fahrzeuge mit fast schon übernatürlichen Spiegelungen und Lichteffekte regnen nur so auf den Spieler hernieder.

Dabei versucht man wie üblich ein paar Neuerungen der aktuellen Konsole hervorzuheben und so steigen gelegentlich Luftballons auf der Strecke auf, der Sand sprüht förmlich beim Drüberfahren, Konfetti regnet auf die Teilnehmer herab und Rosenblätter, die auf der Strecke liegen, werden aufgewirbelt. Diese Effekte haben allerdings auch ihre Schattenseiten. Während sie am Anfang wirklich schön anzusehen sind, so wirken sie doch mit der Zeit sehr aufgesetzt und es fällt auf, dass sie sich nur in einem bestimmten Bereich bewegen und nicht wirklich verteilen.

Im krassen Kontrast dazu stehen die simplizistisch stilisierten Anzeigen, die gelegentlich auf der Strecke aufploppen. Ganz im modernen Stil und mit einfachen Formen und harten Linien versucht man gar nicht erst sie mit dem Gelände verschmelzen zu lassen und das funktioniert überraschend gut und gibt Driveclub einen modernen Touch. So richtig romantisch wird es dann, wenn die Sonne am Horizont aufgeht und den Spieler so stark blendet, dass man die Strecke kaum noch erkennen kann. Es wirkt sich zwar auf das Fahrverhalten aus, gibt dem Spiel aber wieder eine kleine Prise Realismus zurück. Allerdings gilt: Grafik ist nicht alles, vor allem nicht in einem Rennspiel.

 

Fuß aufs Gas und rein in die Kurve

Erinnert ihr euch noch an die gute alte „Wer bremst, verliert“ Zeit? In der man noch mit voll Speed über das Feld raste und trotzdem jede Kurve kriegte? Nun ganz so ist es in Driveclub nicht, man wird hier allerdings auch nicht mit Hyperrealismus wie in manch anderen Rennsimulationen gestraft. Bremsen ist wichtig, man kann aber auch mal ne Wand im richtigen Winkel küssen und weiterfahren, statt vollkommen hilflos auf der Strecke zurückzubleiben.

Dass man aber nicht glaubt, man kann hier machen, was man will. Weicht man aufs Kiesbett aus, so wird man langsamer und ist man zu lange draußen, wird das bestraft. Ebenso kann es passieren, dass man beim Versuch abzukürzen oder einen Gegner abzudrängen mit einer Geschwindigkeitssperre belegt wird und man für ein paar Momente an Höchsttempo einbüßt.

Was wäre ein Rennspiel jedoch ohne die Auswahl an Fahrzeugen? Driveclub bietet dabei jeweils eine handvoll Modelle von diversen Herstellern und kommt insgesamt auf eine Auswahl von moderaten 50 fahrbaren Untersätzen. Der Clou: an manchen Veranstaltungen kann man nur mit ausgewählten Fahrzeugen teilnehmen. Somit versteift man sich nicht auf nur ein Fahrzeug, sondern muss sich durch die ganze Palette spielen. Das farbliche und motivische Design des aktuellen Autos kann jedoch stets übernommen werden.

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KU – Künstliche Unintelligenz

Kurz nach der ersten Euphorie, nachdem das Startsignal ertönt, folgt jedoch die Ernüchterung und für einige möglicherweise der Todesstoß für Driveclub. Eine KI ist quasi nicht vorhanden. Die Konkurrenz versucht stets auf der Ideallinie zu bleiben und drängt sich erbarmungslos auf diese zurück, sollte sie mal vom Weg abgekommen sein. Ausweichen, weil man deutlich schneller ist? Fehlanzeige.

Setzt einer der Gegner mal zum Überholen an, so schert dieser viel zu früh wieder ein und donnert mit seinem Heck gerne mal in die Schnauze des Spielerfahrzeuges. Strafe folgt auf dem Fuße – jedoch nicht für den künstlichen Konkurrenten, sondern für den Spieler selbst, weshalb man mit der Zeit automatisch beim Überholmanöver eines KI-Fahrers zur Seite ausweicht.

Effektiver ist es dann, einfach keine Chance zum Überholen zu geben. Ein Pfeil zeigt immer an, wo der Gegner sich hinter einem befindet. Somit kann man immer schön den Weg blockieren und rammt dieser mal hinten rein, ist es halb so schlimm dass man im Falle einer Tempostrafe einfach weiter so verfährt und somit alle anderen ebenso ausbremst. Klappt natürlich nur, wenn man ganz vorne mit dabei ist. In Kurven kann man dann auch solide auf die Beifahrerseite seiner Rivalen zielen und sie so abdrängen, während man ihren Platz einnimmt. Schande jedoch über den, der dies im Multiplayer versucht!

 

Alles für das Auto, alles für den Club!

Driveclub legt nämlich Wert auf Sozialisierung, das sieht man bereits daran, dass das Benachrichtigungssystem „Sozialer Mittelpunkt“ heißt. Hier erhält man einen Überblick über die Aktivitäten seiner Freunde, Einladungen und Herausforderungen. Zusätzlich kann man einen Club erstellen zu dem alle Mitglieder beitragen können um Freischaltungen zu erhalten. Mit dem Clubdesign für Clubmitglieder kann man mit seinen Fahrzeugen dann auch Flagge zeigen.

Richtig spaßig wird es dann mit den Mini-Herausforderungen, die während des Rennens aufploppen. Dabei muss man dann so gut wie möglich auf der Ideallinie fahren, so lange wie möglich driften oder Durchschnitts- bzw. Höchstgeschwindigkeiten schlagen. Das ist sehr spaßig und hellt den grauen Rennalltag auf, wenn da nicht die unsozialen Onlinespieler wären. Sobald man nämlich Höchstgeschwindigkeiten im 3000er oder Durchschnittsgeschwindigkeiten im 1500er Bereich hat, hört der Spaß nämlich auf. Da besteht noch Verbesserungsbedarf.

Ansonsten bekommt man auch für das Fahren selbst Punkte. Windschatten, Ideallinie, fehlerfreies Fahren, all dies wird dem Punktekonto gutgeschrieben, während Abkürzungen und Zusammenstöße diese wieder abziehen. Man braucht diese jedoch um Aufzusteigen und dabei neue fahrbare Untersätze, Sticker und Designs freizuschalten. Wer möchte kann sich dann in Bestenlisten mit seinen Freunden (und Feinden) vergleichen und versuchen, immer einen Ticken besser zu sein. Konkurrenzkampf belebt eben das Renngeschäft.

 

https://www.youtube.com/watch?v=zsJ2BUliEtk

3, 2, 1, Start

Immer nur im Kreis fahren ist ja langweilig und so gibt es auch in Driveclub die üblichen Modi wie Sprintrennen, Zeitfahren und Meisterschaften. Im Tour-Modus kann man während eines Rennens Herausforderungen meistern und so immer schwerere Meisterschaften freischalten, während man in der Einzelveranstaltung diverse Strecken und Renntypen auswählen kann um auf seinen Lieblingsstrecken sein Können zu beweisen. Man kann zwar nur vermuten, jedoch wird dieser wohl den Inhalt der PS+ Version ausmachen, sollte diese an den Start gehen.

Für Rennsportler, die eine Herausforderung suchen ist der Multiplayer-Modus wichtig. Man kann bis zu 5 weitere Freunde in die eigene Multiplayer-Session einladen oder direkt mit der Veranstaltungssuche beginnen. Dort erhält man eine Übersicht über laufende Veranstaltungen und besonders schön ist es, dass man stets sehen kann, wie lange diese noch aktuell ist, bevor man die Chance zum Beitritt verpasst hat.

Mit bis zu 12 Spielern kann man dann in Solo- oder Team-Spielmodi gegeneinander antreten und sein Können live unter Beweis stellen. Hier gilt es dann natürlich fair zu bleiben, obwohl es jedem selbst überlassen bleibt, wie man spielt. Fehler können mal passieren und es gibt keinen Garant darauf, dass alle fair sind, aber so ist es in jedem kompetitiven Mehrspieler-Spiel. Hauptsache ist, alle haben Spaß. Die einen mehr, die anderen weniger, doch da es immer Punkte gibt, lohnt sich jedes Rennen und man muss nicht frustriert das Rennen verlassen.

 

Meisterfahrer geben sich nicht mit Gold zufrieden

Driveclub verfügt über eine Vielzahl an Trophäen und nur eine geringe Anzahl an solchen, die es verlangen, Online zu spielen. Und diese beziehen sich sogar mehr auf Herausforderungen als auf die Online-Rennen selbst. Der Rest lässt sich mit häufigem Spielen leicht erreichen. Maximallevel, alle Freischaltungen, alles recht zeitaufwendig aber nicht schwierig.

Gemeingefährlich wird es bei der Trophäe Saubere Leistung, in welcher man ein Rennen mit 12 Spielern unter den ersten drei Plätzen abschließen muss, ohne auch nur eine Kollision mit anderen Teilnehmern zu erleiden. Wie man diese abschließt bleibt jedem selbst überlassen, da das Onlinespiel allerdings stets unberechenbar ist, sollte man eher mit der KI vorlieb nehmen und versuchen ihr so gut es geht aus dem Weg zu gehen.

Zu guter Letzt gibt es noch eine weitere Liste, wie man es von DLC kennt. Die Trophäen darin sind nicht notwendig für die Platin und erfordern es lediglich, dass man in der Tour die Rookie-, Amateur-, Semi-Pro-, Professional- und Legend-Trophäe gewinnt. Hierzu muss man nicht einmal alle Rennen abschließen, man muss auf der Tour nur genügend Herausforderungen bestehen und Sterne sammeln, um die Rennen freizuschalten

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Fazit

Driveclub kann spaßig sein, aber auch frustrierend. Für Leute die nur gelegentlich Rennspiele spielen ist es gut geeignet, da die Handhabung nicht so unverzeihlich ist. Aufgrund des fehlenden Splitscreens und der enormen Tour richtet sich das Spiel jedoch eher weniger an jene, die nur mal zwei, drei Rennen mit nem Kumpel auf der Couch bestreiten wollen, als vielmehr an solche, die Rennspiele auf ihrer Konsole sehnlichst vermissen.

Leider stört die KI und die zwar schon verbesserte, jedoch noch immer inkonsistente Serverstabilität werden dem Spiel stets schwer nachhängen. Gerade wegen der KI möchte man doch lieber Online Spielen. Gut, dass es auch im Singleplayer so viel zu tun gibt - und das Spiel zu meistern ist auch eine Kunst für sich. Gerade durch die Herausforderungen und Duelle findet man hier stets Anreize, an sich selbst zu arbeiten.

7.0/10

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